Buglas: Glasfasernetze für Klimaziele von großer Bedeutung

Im Vergleich zu VDSL benötigen Glasfaser-Netze lediglich ein Fünftel der Energie. Für einen Verband hat das weitreichende Folgen.

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Vectoring südlich von Berlin
Vectoring südlich von Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der Branchenverband Buglas hält den Glasfaserausbau für die Erreichung der Klimaziele von großer Bedeutung. "Anspruchsvolle Nachhaltigkeitsziele wie beispielsweise der European Green Deal sind ohne eine leistungsfähige und möglichst flächendeckende Glasfaser-Kommunikationsinfrastruktur nicht erreichbar", sagte der Geschäftsführer des Buglas, Wolfgang Heer, Golem.de auf Anfrage. Der Internetzugang über ein Kupferkabel (VDSL) benötigt etwa fünfmal mehr an Energie als der Netzzugang mit Glasfaserkabel. Das ergaben Studien, die das Umweltbundesamt in der vergangenen Woche ausgewertet hatte. Große Unternehmen im Buglas sind M-net Telekommunikations, Netcologne, BBV Deutschland, Wilhelm.tel und Willy.tel, der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus, viele Zweckverbände und Stadtwerke sowie Netzausrüster.

"Die Betreiber von Telekommunikationsnetzen (Breitband, Telefon, Mobilfunk) sollen ihr Angebot mit einem CO2-Fußabdruck pro Übertragungseinheit kennzeichnen. Dadurch erhalten Kunden*innen die Möglichkeit, besonders klimafreundliche Übertragungswege zu bevorzugen", erklärte die Behörde.

Vectoring benötigt laut einem früheren Bericht aktive Technik in den Verteilerschränken. Jeder Schrank braucht eine Leistung zwischen 500 und 1.000 Watt. Im Vergleich dazu benötigen durchgehende Glasfaserleitungen bis in die Gebäude deutlich weniger Strom.

Laut Umweltbundesamt liegt die Leistungsaufnahme im Zugangsnetz für kabelgebundene Netzwerke bei der Technikgeneration 2015 bei Glasfaser bei 0,4 Watt, bei der Generation 2020 sogar nur bei 0,3 Watt. VDSL-Technik verlangt dagegen bei der älteren Technikgeneration 1,4 Watt und aktuell 2 Watt.

Zudem könne Glasfaser auch in den kommenden Jahren noch effizienter werden. Insbesondere trügen neue Materialien und anhaltende Miniaturisierung dazu bei, Wirkungsgrade und Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen. Darüber hinaus könnten passive optische Komponenten für eine weitere Skalierung des Netzes mit höherer Übertragungskapazität sinnvoll genutzt werden, ohne zusätzlich Energie zu benötigen.

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