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Bug in Windows 10 und 11: Neuer Nvidia-Treiber sorgt für unnormal hohe CPU-Last

Teils verwendet der Nvidia-Treiber 531.18 15 Prozent der CPU-Zeit. Schuld daran ist ein integriertes Telemetrie-Tool.

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Der neue Nvidia-Treiber 531.18 belastet Computer teilweise merklich. (Bild: Pixabay.com)

Nvidia bestätigt einen Bug im neuen Grafiktreiber für Geforce-GPUs. Version 531.18, die am 28. Februar 2023 veröffentlicht wurde, sorgt offenbar für besonders hohe CPU-Auslastungen. Das berichten einige Nvidia-User in Reddit-Threads (via Windows Latest). Der Verursacher ist der Nvidia-Display-Containerdienst, der im Task-Manager bis zu 15 Prozent CPU-Zeit beanspruchen kann.

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Auf Reddit tauschen sich User zu dem Thema aus und behelfen sich mit diversen Workarounds – etwa indem sie die verantwortliche DLL Nvgstplugin.dll entfernen oder verschieben. Die unterbindet unter anderem den Nvidia-Containerdienst, der schnell als primäre Ursache für die CPU-Auslastung ausgemacht werden konnte.

Nvidia bringt bald Hotfix

Nvidia hat den Bug selbst bestätigt und arbeitet bereits an einem Fix. Der soll in den Treiber 531.18 integriert und noch in kurzer Zeit veröffentlicht werden. Der Containerdienst enthält nämlich unter anderem das Game Session Telemetry Plugin, welches Userdaten von Kunden sammeln kann. Dieses Tool ist es, welches überdurchschnittlich viel CPU-Zeit in Anspruch nimmt. Der Containerdienst verwaltet nebenbei auch andere Teildienste, wie etwa einen Teil der Nvidia Geforce Experience.

Solange der Fix noch nicht implementiert ist, lässt sich die DLL wie gesagt auch manuell manipulieren. User navigieren dazu in das Verzeichnis "%WINDIR%\System32\DriverStore\FileRepository\*NvGSTPlugin*", deaktivieren den NVDisplay.Container-Dienst mittels Task-Manager und löschen die problematische NvgstPlugin.dll. Anschließend starten sie den Dienst neu. Allerdings ist Vorsicht geboten. Die DLL könnte mit anderen Diensten genutzt werden und dessen Löschung daher zu weiteren unvorhersehbaren Problemen führen.