Bug-Bounty-Programm: Facebooks jüngster Hacker

Auch Kinder können Bugs bei Instagram finden. Ein finnischer Junge hat für eine Fehlermeldung 10.000 US-Dollar von Facebook bekommen, mit denen er offenbar großzügig umgehen will.

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Für eine Instagram-Sicherheitslücke hat ein 10-jähriger Junge jetzt 10.000 US-Dollar bekommen.
Für eine Instagram-Sicherheitslücke hat ein 10-jähriger Junge jetzt 10.000 US-Dollar bekommen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Mit 10 Jahren ist Jani zu jung für einen eigenen Facebook-Account - aber eine Sicherheitslücke im sozialen Netzwerk Instagram, das von Facebook betrieben wird, konnte der finnische Junge bereits aufdecken, wie Forbes schreibt. Dafür hat er von dem Unternehmen im Rahmen des Bug-Bounty-Programms eine Belohnung von 10.000 US-Dollar erhalten. Jani will sich von dem Geld ein neues Fahrrad, Fußballausrüstung und neue Computer für seine Brüder anschaffen.

Mit der von ihm entdeckten Lücke war es möglich gewesen, Kommentare unterhalb der geposteten Bilder zu entfernen. "Ich wäre in der Lage gewesen, jeden [auf Instagram] zu eliminieren, sogar Justin Bieber", sagte der Junge der finnischen Zeitung Iltalehti. Ob er tatsächlich in der Lage gewesen wäre, Accounts zu löschen oder nur die Kommentare, geht aus den bisher öffentlichen Informationen nicht hervor. Der Fehler soll in einer API gelegen haben, die Anfragen nur unzureichend darauf geprüft haben soll, ob wirklich der ursprüngliche Autor oder jemand anders den Kommentar löschen will.

Bisheriger Rekordhalter war 13 Jahre alt

Die Lücke habe er per E-Mail an Facebook gemeldet, woraufhin Experten des sozialen Netzwerkes die Existenz des Problems in einem eigenen Test bestätigt hätten. Jani konnte laut Bericht Kommentare auf einem extra angelegten Test-Account entfernen. Mit 10 Jahren ist er drei Jahre jünger als der bislang jüngste Bug-Melder mit 13 Jahren.

Seit dem Start des Programms im Jahr 2011 hat Facebook nach eigenen Angaben mehr als 4,3 Millionen US-Dollar an mehr als 800 Sicherheitsforscher verteilt. Allein im Jahr 2015 erhielten 210 Forscher rund 960.000 US-Dollar.

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