Bug Bounty Hunter: Mit "Hacker 101"-Tutorials zum Millionär

Santiago Lopez hat sich als Junge selbst das Hacken beigebracht und spürt Sicherheitslücken in der Software von Unternehmen auf. Gerade hat er damit seine erste Million verdient. Im Interview mit Golem.de erzählt er von seinem Alltag.

Ein Interview von Maja Hoock veröffentlicht am
Santiago Lopez ist Argentinier, 19 Jahre alt und hauptberuflich Bug Bounty Hunter.
Santiago Lopez ist Argentinier, 19 Jahre alt und hauptberuflich Bug Bounty Hunter. (Bild: Hacker One)

Der 19-jährige Bug-Bounty-Jäger Santiago Lopez lebt mit seinen Eltern in Buenos Aires wie ein ganz normaler Jugendlicher. Dass er neuerdings zwei Sportwagen in der Garage stehen hat und ein eigenes Strandhaus besitzt, in das er sich gerne zum Hacken zurückzieht, unterscheidet ihn aber dann doch von seinen Kumpels, die alle nichts mit Hacken zu tun haben. Lopez arbeitet seit drei Jahren jeden Tag diszipliniert daran, über die Plattform Hacker One Sicherheitslücken für Firmen aufzuspüren. Mittlerweile konnte er schon für Twitter und die US-Regierung Bugs finden. Beigebracht hat er sich das nötige Handwerkszeug selbst in kürzester Zeit mit Videotutorials von Seiten wie "Hacker 101".

Inhalt:
  1. Bug Bounty Hunter: Mit "Hacker 101"-Tutorials zum Millionär
  2. Mit einem Film fing alles an
  3. Firmen laden Hacker zur Fehlerjagd ein
  4. Eine Million Dollar in drei Jahren

Golem.de: Wie sieht ein typischer Tag für Sie aus? Sind Sie nur noch am Hacken, oder bleibt noch Zeit für andere Dinge?

Santiago Lopez: Ich verbringe jeden Tag um die sechs oder sieben Stunden mit Hacken; meistens am Abend. Den Rest der Zeit mache ich normale Dinge, die man in meinem Alter eben so tut - Football spielen, Zocken und mit meinen Freunden rumhängen. Trotzdem bleibt das Hacken immer im Hinterkopf. Ich wache jeden Tag auf und denke daran, was ich heute wieder Aufregendes entdecke.

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Lopez: Gerade sind Bug Bountys meine Hauptbeschäftigung. Ich studiere nicht oder so.

Golem.de: Wie sind Sie in Argentinien aufgewachsen?

Lopez: In unserem Familienhaus in Buenos Aires. Ich bin dort ganz normal zur Schule gegangen und habe am liebsten Sport getrieben. Meine Mutter ist Grundschullehrerin, mein Vater ist schon im Ruhestand und war Beamter. Beide haben überhaupt nichts mit Technik zu tun. Ich habe noch zwei Brüder, die hacken auch beide nicht.

Golem.de: Was denkt Ihre Familie darüber, dass Sie Geld mit Hacking verdienen?

Als ich ihnen das erste Mal davon erzählt habe, konnten sie es nicht glauben. Sie dachten, Hacker sind schlimme Leute, die andere nur ausnehmen. Sie glaubten nicht, dass sie auch gut sein und ganz legal Geld verdienen können. Nachdem ich jede Menge Zeit damit zugebracht habe, das meinen Freunden und meiner Familie zu erklären, haben sie mir dann doch geglaubt und sich über meinen Erfolg gefreut.

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Mit einem Film fing alles an 
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.02 Cents 29. Mai 2019

Eben - Sportwagen heisst so viel, wie "Haus am Strand". Bei tausenden Km Küste dürfte es...

.02 Cents 29. Mai 2019

Ohnehin alles reine Spekulation, weil sowas wie "Firma" wird im Artikel nicht einmal...

mmarcel 18. Mai 2019

Ich glaube manchen liegt das einfach mehr als anderen. Studium hin oder her. Mein Respekt...

Peter Brülls 17. Mai 2019

Nein. Grundlagen, denn die Konnotation des reinen Auswendiglernen ist hier...



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