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Bürokratie: Nach der Wende gelang kompletter Netzaufbau in 4 Jahren

Bürokratie und mangelnde Tiefbaukapazität behindern den Glasfaser-Ausbau in Deutschland. Der Netzbetreiber Inexio und ein Bauunternehmen haben sich deswegen zusammengetan.

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v.l.n.r. Thomas Schommer (Inexio), David Zimmer (Geschäftsführer Inexio und VATM-Präsidium), Georg Sariyannis (Geschäftsführer Fiberworx) und Philipp Gross (Geschäftsführer Peter Gross Bau)
v.l.n.r. Thomas Schommer (Inexio), David Zimmer (Geschäftsführer Inexio und VATM-Präsidium), Georg Sariyannis (Geschäftsführer Fiberworx) und Philipp Gross (Geschäftsführer Peter Gross Bau) (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

In Ostdeutschland wurde nach der Wende ein komplettes Netz in drei bis vier Jahren gebaut. Das sagte Inexio-Geschäftsführer David Zimmer auf der Branchenmesse Anga Com in Köln. Aktuell dauere beim Netzausbau die "Genehmigungszeit eines Bauantrags für die Unterquerung einer Bahnanlage bei einer Bohrlänge von 100 Metern volle 1,5 Jahre." Ein weiteres Problem sei die fehlende Tiefbaukapazität.

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In vielen Projekten - die bei Ausschreibungen unter hohem Zeitdruck realisiert werden müssten - zeige sich, dass die Verknappung der Kapazität im Baubereich zu einem zentralen Faktor geworden sei. Um sich unabhängiger zu machen, haben die beiden mittelständischen Familienunternehmen Inexio und Peter Gross Bau ihre Kompetenzen in dem Joint Venture Fiberworx gebündelt. Fiberworx mit Sitz in Mannheim wird sich im Glasfaserausbau auf die Bereiche Planung, Tiefbau, Kabelarbeiten und Anschluss beim Endkunden konzentrieren.

"Aktuell positionieren wir uns gerade neu im Markt und forcieren mit Hochdruck den Glasfaserausbau bis zum Hausanschluss", erklärte Zimmer. "Für diesen Ausbau benötigen wir deutlich mehr Tiefbaukapazität als bisher."

Feste Stellen oder Zeitarbeiter

Inexio habe in den vergangenen Jahren in bisher unterversorgten Regionen ein Glasfasernetz von mehr als 8.000 Kilometern errichtet. Peter Gross Bau ist neben Großprojekten in Ballungsräumen auch im ländlichen Raum aktiv.

Für das erste Geschäftsjahr rechnen Zimmer und Gross mit bis zu 25 Baukolonnen, die eingesetzt werden können. Das entspricht mehr als 100 Beschäftigten, die in den Ausbauprojekten von Inexio und anderer Auftraggeber tätig sein werden. Kurzfristig soll das neue Unternehmen an mehreren Standorten auf 300 bis 500 Beschäftigte anwachsen. Ob hier neue feste Stellen geschaffen werden, sei aber unklar: Die Kernmannschaft von Peter Groß werde wohl mit Zeitarbeitern erweitert, weil die Beschäftigung nur fünf bis sechs Jahre dauere.

Inexio-Sprecher Thomas Schommer sagte, man habe 300 Mitarbeiter, 18 Millionen Euro Auftragsbestand und 10 Millionen Euro in Baugeräte investiert. "In diesem Jahr wollen wir 50.000 Haushalte versorgen", erklärte Schommer.



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+1 Gut erkannt. Aber Privatisierung über alles. Deshalb sind Privatfirmen ja auch so gut...


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