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Privacy: Meta soll auf Gesichtserkennung bei Smart Glasses verzichten

Bürgerrechtsorganisationen warnen: Die Gesichtserkennung bei Metas Smart Glasses sei eine Gefahr für die Privatsphäre – vor allem für bestimmte Gruppen.
/ Tobias Költzsch
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Mark Zuckerberg mit Ray-Ban-Brille (Bild: Reuters)
Mark Zuckerberg mit Ray-Ban-Brille Bild: Reuters

75 Bürgerrechtsorganisationen fordern Meta auf, auf eine geplante Gesichtserkennung von Smart Glasses zu verzichten. In einem Brief an den Meta-Chef Mark Zuckerberg(öffnet im neuen Fenster) fordern die Organisationen konkret, dass die Funktion nicht umgesetzt werden soll – die Sicherheitsmaßnahmen reichten nicht aus, um mögliche Gefahren einzudämmen.

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören zahlreiche große Bürgerrechtsorganisationen. Dazu zählen die ACLU (American Civil Liberties Union), die EFF (Electronic Frontier Foundation), die NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) und Public Citizen. Dazu kommen zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Frauenrechte und Frauenschutz, Bildung, Kinderschutz und LGBTQ+-Rechte.

Neben dem kompletten Verzicht auf die Gesichtserkennung fordern die Unterzeichner auch, dass Meta bekannte Missbrauchsfälle öffentlich macht. Außerdem soll das Unternehmen transparent offenlegen, inwieweit mit Strafverfolgungsbehörden wie ICE oder dem US-Grenzschutz kooperiert wurde.

Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet

Neben der generellen Verletzung der Privatsphäre durch Gesichtserkennung sehen die unterzeichnenden Organisationen vor allem bestimmte Bevölkerungsgruppen als gefährdet an. Dazu zählen Frauen und Kinder, die belästigt und gestalkt werden können. LGBTQ+-Personen könnten durch die Funktion zwangsgeoutet werden.

Auch People of Color (PoC) seien durch die Gesichtserkennung einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Den Organisationen zufolge zeigen Studien, dass Gesichtserkennungssysteme bei Gesichtern von PoC eine höhere Fehlerquote aufweisen. Sollten Strafverfolgungsbehörden die Gesichtserkennung verwenden, könnten Personen falsch identifiziert werden.

Regierungsbehörden wie die Polizei- und Zollbehörde ICE, die bei der Verfolgung nicht gemeldeter Immigranten durch Gewalt in mehreren US-Großstädten auffiel, könnten die Gesichtserkennung verwenden. Politische Aktivisten müssten ebenfalls um ihre Anonymität bangen.


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