Buchtipps: Science-Fiction, die auf neue Gedanken bringt

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Science-Fiction gibt es überall – sogar in Nordkorea(öffnet im neuen Fenster) . Trotzdem dominieren US-amerikanische Autorinnen und Autoren bis heute die renommierten Preise des Genres. Deren Gewinner und ihre Protagonisten sind zwar diverser denn je, stammen aber meist immer noch aus den bekannten Gefilden.
Wir empfehlen acht Werke aus aller Welt, die endlich Abwechslung ins Bücherregal bringen.
Asimovs Idee einer anderen Weltordnung
Der Science-Fiction-Großmeister Isaac Asimov stellte sich schon 1950 vor, wie die Welt nach dem Ende des Kalten Krieges aussehen könnte. In einer der Geschichten in Ich, der Roboter wird Alt-Europa von den anderen Weltmächten zum Beispiel eher wie ein netter Großonkel behandelt, der sich manchmal noch in den Familienbetrieb einmischt: Man schätzt die Erfahrung, aber entscheidet längst selbst.
In der Geschichte bilden ein asiatischer und ein afrikanischer Staatenbund das wahre Machtzentrum, während Amerika und Russland noch mit der Realität einer multipolaren Weltordnung ringen. Aber was sich in der Wirtschaftspolitik durchaus andeutet(öffnet im neuen Fenster) , ist auf den Buchmessen oft noch nicht zu sehen(öffnet im neuen Fenster) .
Cixin Liu ist erst der Anfang
Dabei wird großartige Science-Fiction auch in anderen Sprachen als Englisch und Deutsch geschrieben. Cixin Lius Das Drei Körper Problem zum Beispiel, Hugo- und Locus-Preisträger für den besten Roman (2015) und Gewinner des Kurt-Laßwitz-Preises für das beste ausländische Werk (2017). Die Netflix-Verfilmung schauten 2024 immerhin elf Millionen Menschen(öffnet im neuen Fenster) .
Aber selbst die Kategorie Bestes ausländisches Werk spricht Bände. Außer Liu stammen nur drei andere Gewinner der zurückliegenden 40 Jahre nicht aus Nordamerika oder Großbritannien: Sergei Lukjanenko (Spectrum; Russland; 2008), Nnedi Okorafor (Das Buch des Phoenix; USA-Nigeria; 2018) und Simon Stålenhag (Tales from the Loop; Schweden, 2021). Dabei gibt es so viele tolle Geschichten.