Buchhandel: Amazon setzt Verlage unter Druck

Amazon führt derzeit einen Machtkampf mit mehreren Buchverlagen: Amazon fordert von einem deutschen Verleger günstigere Konditionen für die Belieferung von E-Books. Damit will der Online-Händler seinen Gewinn erhöhen - auf Kosten des Verlags und der Autoren.

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Amazon will mehr Gewinn durch den Verkauf von E-Books.
Amazon will mehr Gewinn durch den Verkauf von E-Books. (Bild: David McNew/Getty Images)

Sowohl in Deutschland als auch in den USA legt sich Amazon derzeit mit Verlagen an. Amazon wolle von den Verlagen günstigere Konditionen für den Verkauf von E-Books erhalten, damit das Online-Kaufhaus den eigenen Gewinn erhöhen könne, berichtet die New York Times. Wenn die Verlage dem nicht nachkämen, drohe Amazon damit, gedruckte Bücher des Verlags später zu liefern oder sogar ganz aus dem Sortiment zu nehmen.

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In den USA läuft der Kampf mit Hachette, in Deutschland ist das Verlagshaus Bonnier Media betroffen, das als drittgrößte Buchhandelsgruppe in Deutschland gilt. Zur Verlagsgruppe gehören Aladin, Ars Edition, Berlin Verlag, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper, Thienemann-Esslinger, Ullstein Buchverlage sowie der Buchvertrieb Blank.

Ein ungleicher Kampf zeichnet sich ab

Wenig begeistert von dieser Entwicklung zeigt sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Dessen Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis meint, dass sich sich ein ungleicher Kampf abspiele, denn Amazon sei auf dem Weg, weltweit auf dem E-Book-Markt und mittelfristig möglicherweise auch im deutschen Buchmarkt eine marktbeherrschende Stellung einzunehmen. Skipis verlangt, das deutsche Kartellrecht an die Gegebenheiten eines digitalen Marktes anzupassen.

Insbesondere im E-Book-Sektor entfalte sich bereits jetzt die Marktmacht von Amazon gegenüber den Verlagen auf verheerende Weise. "Auch wenn Amazon vielleicht noch kein Monopol im klassischen Sinne hat, so hat es doch die Macht, den Markt komplett zu verwüsten", meint Skipis. Dadurch würden auf dem Buchmarkt Strukturen zerstört, die Qualität und Vielfalt gewährleisteten.

Buchhandelsverband spricht von Erpressung der Verlage

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"Amazon lässt seine Maske fallen und missbraucht mittlerweile seine Marktstellung derartig, dass man von Erpressung der Verlage sprechen kann", gibt sich Skipis kämpferisch. Diese Erpressung finde auf dem Rücken von Kunden und Autoren statt, ergänzt er. Das alleinige Ziel von Amazon sei es, weitere Marktanteile zu gewinnen und so die Verhandlungsmacht weiter auszubauen. "Dabei sind Autoren und Kunden dem Unternehmen letztlich gleichgültig", ist sich Skipis sicher.

Wer vorsätzlich Bücher zurückhalte, der schade finanziell auch dem, der sie verfasst habe. Doch die Autoren würden sich das langfristig nicht gefallen lassen. Schließlich gehe es um ihre Inhalte und sie würden selbst darüber entscheiden, welche Vertriebswege sie nutzten.

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Bassa 26. Mai 2014

Gerade bei dem Punkt kann viel verbaut werden. Man muss nicht viel von Harry Potter...

Bassa 26. Mai 2014

Das verstehe ich auch so. "§ 5 Preisfestsetzung (1) Wer Bücher verlegt oder importiert...

miauwww 26. Mai 2014

Du hast eindeutig das Problem nicht verstanden.

miauwww 26. Mai 2014

Ich sehe, dass hier viele über die Verlage herziehen. Da gibt es zwar auch solche u...



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