Buchanalyse: Apple hat E-Book-Startup Booklamp gekauft

Circa im April 2014 muss Apple Booklamp gekauft haben, das für seine Buch-Analysesoftware bekannt gewesen ist. Zu dieser Zeit hatte Booklamp seine Dienste eingestellt(öffnet im neuen Fenster) . Apple habe für Booklamp zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar gezahlt, berichtet Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) .
Booklamps bekanntestes Projekt war die Weiterentwicklung des Book Genome Projects. Damit konnten der Inhalt und Schreibstil eines Buchs analysiert werden. Anhand bestimmter Kategorien konnten Nutzer Werke mit ähnlichen Inhalten finden. Ein Buch wurde laut Booklamp-CEO Aaaron Stanton in Tausende einzelne "Data Points" zerlegt.
In einem Interview sagte Stanton(öffnet im neuen Fenster) : "Sagen wir, sie suchen ein Buch wie The Da Vinci Code. Wir haben herausgefunden, dass der Text aus 18,6 Prozent religiösen Inhalten, 9,4 Prozent Untersuchungen durch die Polizei, 8,2 Prozent Kunst und aus 6,7 Prozent sozialen Inhalten besteht – wir suchen ein Buch mit ähnlichen Elementen heraus, vorausgesetzt, es ist in unserer Datenbank."
Apple kauft von Zeit zu Zeit ein
Warum Apple das Startup aus Idaho gekauft hat, ist nicht bekannt. Apple sagte lediglich: "Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen und spricht generell nicht über Gründe oder Pläne." Vermutlich will Apple die Technik hinter Booklamp nutzen, um den eigenen iBook-Store zu verbessern. Techcrunch zitiert eine Quelle, die erklärt, dass Apple Amazons E-Book-Dienst etwas entgegensetzen wolle.
Goodreads und Kindle Unlimited
Im vergangenen Jahr hatte Amazon die Buchempfehlungsplattform Goodreads gekauft(öffnet im neuen Fenster) . Deren Datenbank wird von Nutzern mit Anmerkungen und Bewertungen gefüllt. Laut Experten(öffnet im neuen Fenster) sorgt Goodreads für 1 bis 1,5 Prozent der Buch-Entdeckungen in den USA. Das ist für eine einzelne Firma sehr viel.
Vor wenigen Tagen hatte Amazon seinen E-Book-Leihdienst Kindle Unlimited vorgestellt . Die Nutzer erhalten für 10 US-Dollar unbeschränkten Zugriff auf 600.000 Buchtitel, darunter auch Audiobooks.