Buccaneer: Pirate-3D verärgert Crowdfunding-Unterstützer

Einige weitergehende Ziele des 3D-Druckers Buccaneer hat Hersteller Pirate-3D nicht erfüllt und so die Unterstützer verärgert. Noch vor wenigen Monaten war das Gerät ein großer Erfolg bei Kickstarter. Es kann jetzt vorbestellt werden, wird aber teurer als angekündigt.

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3D-Drucker Buccaneer: Plexiglas, gebürstetes Aluminium, keine Bedienelemente
3D-Drucker Buccaneer: Plexiglas, gebürstetes Aluminium, keine Bedienelemente (Bild: Pirate-3D)

Hersteller Pirate-3D hat die Spezifikationen für den 3D-Drucker Buccaneer veröffentlicht, der vor einigen Monaten sehr erfolgreich beim Crowdfunding-Portal Kickstarter war und jetzt vorbestellt werden kann. Einige Unterstützer sind allerdings wegen nicht eingehaltener Versprechen verärgert.

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Ende Mai hatte Pirate-3D den 3D-Drucker bei Kickstarter vorgestellt. In nur zehn Minuten hatte der Buccaneer das gesetzte Ziel von 100.000 US-Dollar erreicht. Insgesamt kamen bei der Kampagne über 1,4 Millionen US-Dollar zusammen.

Technische Daten

Die Serienausfertigung des Buccaneer wird etwa 26 x 26 cm groß und 44 cm hoch sein. Das Gewicht liegt bei 8 kg. Der Drucker baut mit dem Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM) Gegenstände bis zu einer Größe von etwa 15 x 13 x 16 cm auf. Die Druckauflösung beträgt 85 Mikrometer. Die Präzision bei der Positionierung der Druckdüse ist 15,9 Mikrometer auf der X- und Y-Achse sowie 11,25 auf der Z-Achse.

Der 3D-Drucker verarbeitet Polymilchsäure (Polylactic Acid, PLA). Allerdings wird es dafür keine beheizbare Arbeitsplattform geben. Das Druckmaterial befindet sich in einer Spule, in die 400 Gramm des Kunststoffdrahtes passt. Der Drucker kann auch Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) verarbeiten.

Teurer Versand

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Einige der Maßangaben waren bisher nicht bekannt, andere wiederum unterscheiden sich von denen, die Pirate-3D auf Kickstarter angekündigt hatte. Unterscheiden wird sich auch der Preis: Das Gerät soll knapp 500 US-Dollar kosten. Bei der Kickstarter-Kampagne hatte Pirate-3D noch erklärt, den Drucker für knapp 350 US-Dollar auf den Markt bringen zu wollen. Hinzu kommen noch die Versandkosten, die happige 150 US-Dollar betragen. Wer jetzt einen Buccaneer bestellt, soll seinen 3D-Drucker im April 2014 bekommen.

Nicht nur dadurch hat sich das im asiatischen Stadtstaat Singapur ansässige Unternehmen den Unmut seiner Unterstützer zugezogen: Bei der Crowdfunding-Kampagne hatte der Hersteller als weitergehendes Ziel eine beheizbare Arbeitsplattform sowie eine Autokalibrierungsfunktion angekündigt, sollte die Kampagne mehr als eine Million US-Dollar einbringen. Jetzt hat es den Unterstützern mitgeteilt, dass es beide nicht geben werde. Das hat unwirsche Kommentare und Forderungen nach Teilerstattung auf der Plattform Kickstarter ausgelöst.

Vorbild Apple

Pirate-3D bietet neben dem Drucker 3D-Software sowie das Portal Treasure Island an, über das Nutzer 3D-Designs kaufen können. Vorbild sei Apple, sagte Roger Chang, einer der Gründer, der New York Times. Wie Apple wolle Pirate-3D das Hard- und Softwaregeschäft eng koppeln.

Eines haben sich die Entwickler aus Singapur bereits von Apple abgeschaut: Sie legen viel Wert auf das Aussehen. Die Wände des Druckraums des Buccaneer bestehen aus durchsichtigem Plexiglas, der obere Teil aus gebürstetem Aluminium. Das Gerät verfügt außer einer Leuchtanzeige über keine Bedienelemente oder Anschlüsse. Die Daten kommen per WLAN vom Computer, dem Tablet oder dem Smartphone auf das Gerät.

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