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Bublcam: Ballkamera macht Rundumvideos

Manchmal passiert um die Kamera herum mehr, als im Video dargestellt werden kann. Hier soll die Bublcam helfen, die mit vier Objektiven und ebenso vielen Sensoren ausgerüstet ist und kugelförmige Videopanoramen aufnimmt. Ihre Finanzierung erfolgt über Kickstarter.
/ Andreas Donath
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Bublcam (Bild: Kickstarter)
Bublcam Bild: Kickstarter

Die vier Objektive der Bublcam mit jeweils 190 Grad Aufnahmewinkel ermöglichen sphärische Aufnahmen, die dank einer leichten Überschneidung nahtlos zusammengerechnet werden können. Das übernimmt die Software, die die Entwickler der Bublcam nicht nur für PCs, sondern auch für iOS und Android erstellen wollen.

Bublcam für Panoramavideos
Bublcam für Panoramavideos (03:04)

Die Bublcam nimmt mit ihren vier Sensoren von Omnivision nicht nur Fotos mit insgesamt 14 Megapixeln (3.840 x 3.840 Pixel) auf, sondern kann auch Videos drehen – wahlweise mit 720p oder 1080p in MP4. Bei der niedrigeren Videoauflösung sind es 30 Bilder pro Sekunde, während bei Full-HD nur 15 Bilder pro Sekunde erfasst werden. Das ist zu wenig für flüssige Bewegungen. Nicht nur in den Fotos, sondern auch in den Videos kann sich der Zuschauer umsehen, während sie abgespielt werden. Es kann auf die Micro-SD-Karte in der Kamera aufgezeichnet sowie der Videostream per WLAN verbreitet werden.

Die Daten eines integrierten Beschleunigungsmessers sollen helfen, die Aufnahme am Rechner nachträglich zu stabilisieren. Das Chassis der Kamera besteht aus Aluminiumdruckguss. Besonders stoßgesichert oder wasserfest ist die Kamera jedoch nicht. Das könnte den Einsatz ein wenig einschränken, obwohl der Hersteller die Nutzung beim Sport oder auf Reisen explizit empfiehlt. Auch die Wiedergabe auf der VR-Brille Oculus Rift wurde schon getestet. Damit soll der Zuschauer förmlich in die Aufnahme eintauchen und sich in ihr umsehen können.

Über Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) wurden die erforderlichen 100.000 kanadischen Dollar (etwa 72.000 Euro) schon von den knapp 500 Unterstützern zugesagt, die für die ballförmige Kamera pro Stück umgerechnet rund 320 Euro zahlen wollen. Die Auslieferung soll im Mai 2014 erfolgen. Einige Beispielvideos können im Blog der Entwickler(öffnet im neuen Fenster) begutachtet werden. Dazu ist Adobe Flash erforderlich.

Einen Kameraball, der nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktioniert, hat vor mehr als zwei Jahren Jonas Pfeil vorgestellt. Sein Ball ist mit 36 Handykameras mit jeweils 2 Megapixeln Auflösung gespickt. Allerdings wird diese Kamera im Gegensatz zur Bublcam hochgeworfen und nimmt dann ein Rundumpanorama im oberen Totpunkt des Wurfs auf. Videos werden damit nicht aufgezeichnet.

In den USA hat Bounce Imaging eine tennisballgroße Kamera entwickelt. Sie wird in einen Raum geworfen und macht dort Panoramabilder. Diese zeigen Polizisten und Feuerwehrleuten, was sie im Einsatz erwartet. In diesem Gummiball sitzen sechs Kameras mit Weitwinkelobjektiven, die zusammen ein Panorama eines Raums aufnehmen können. Um jede Kamera herum sind vier Leuchtdioden angebracht, die Licht im nahen Infrarotspektrum ausstrahlen.


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