BSI-Warnung: Werbebanner verteilen automatisch Schadsoftware

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den vergangenen Tagen verstärkt beobachtet, dass Schadsoftware über Werbebanner auf etlichen populären deutschen Webseiten ausgeliefert wird. Nutzer sollten ihre Windows-Rechner schleunigst aktualisieren.

Artikel veröffentlicht am ,
BSI-Gebäude
BSI-Gebäude (Bild: Qualle/Creative-Commons-Lizenz 3.0 Unported)

Onlinekriminelle sollen in großem Umfang OpenX-Server zur Auslieferung von Werbebannern kompromittiert haben, berichtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Über die OpenX-Server würden Werbebanner an etliche Webseiten ausgeliefert, über die Schadsoftware per Javascript auf die Computer der Webseitenbesucher geschleust wird. Dazu werden Sicherheitslücken in Programmen ausgenutzt, für die bereits Patches erschienen sind. Falls diese Updates aber nicht eingespielt wurden, besteht derzeit ein hohes Risiko, Opfer eines Angriffs zu werden.

Der Javascript-Code in den fraglichen Werbebannern verweist auf ein Exploit-Kit, um bekannte Sicherheitslücken in etlichen Programmen auszunutzen. So werden Sicherheitslücken in Oracles Java, im Adobe Reader, im Flash Player von Adobe sowie im Internet Explorer von Microsoft ausgenutzt. Das BSI fordert Anwender auf, zu prüfen, ob die betreffenden Applikationen alle mit den nötigen Updates bestückt wurden, um einen Befall des eigenen Rechners zu verhindern.

Populäre Webseiten betroffen

Die Attacken sind nur auf Windows-Systeme ausgerichtet. Falls diese nicht mit den notwendigen Aktualisierungen versehen wurden, genügt bereits der Besuch einer entsprechenden Webseite. Dann wird dem Opfer die Malware untergeschoben. Eine Interaktion seitens des Nutzers ist nicht erforderlich. Die Werbebanner wurden "auf vielen bekannten und teils viel besuchten deutschsprachigen Webseiten", erklärte das BSI. Dazu zählen die Onlineangebote von Nachrichten-, Politik-, Lifestyle- und Fachmagazinen, Tageszeitungen, Jobbörsen und Städteportalen.

Das Computer-Notfallteam Cert-Bund des BSI habe in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Betreibern betroffener Webseiten informiert, damit diese die Ursache für die Auslieferung der schädlichen Werbebanner auf ihrer Webseite überprüfen und wenn möglich abstellen können, erklärte das BSI. Derzeit würden jedoch täglich neue Webseiten identifiziert, auf denen schädliche Werbebanner ausgeliefert werden.

Der Angriff ähnelt dem Vorfall vom Januar 2013. Seinerzeit warnte das BSI ebenfalls vor Werbebannern mit Javascript-Malware.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


MadMan 10. Apr 2013

Hehe,.... bestimmt! Deshalb veröffentlicht der SPON auch diese Meldung: http://www...

Tuxianer 09. Apr 2013

Herzlichen Dank für diese Meldung! +1! Endlich mal wieder jemand, der a) denkt, b...

narfomat 08. Apr 2013

ist eher unwarscheinlich das du dir mit windows95 aktuelle vieren einfängst... nebenbei...

ursfoum14 08. Apr 2013

Und nun ist das passiert was ich geahnt habe. Einige englische Webseiten sind seitens...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /