Abo
  • Services:

BSI-Sicherheitswarnung: Regierung wusste offenbar schon vor Monaten von Datenklau

Mehrere Monate vor der Öffentlichkeit sollen Bundestag und Ministerien vor dem Datendiebstahl gewarnt worden sein. Die Grünen kritisieren die späte Information von Millionen anderen Nutzern als "grob fahrlässig".

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesadler im Deutschen Bundestag
Bundesadler im Deutschen Bundestag (Bild: David Gannon/AFP/Getty Images)

Bundesregierung und Behörden haben einem Medienbericht zufolge schon wesentlich früher von den gehackten Online-Konten gewusst als bislang bekannt. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am Sonntag berichtete, hatte das Bundeskriminalamt (BKA) schon im August 2013 das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gewarnt, dass bei den Ermittlungen auch Bundestags- und Behördenadressen aufgetaucht seien. In der Datenbank mit rund 16 Millionen E-Mail-Adressen fanden sich demnach auch rund 600 E-Mail-Adressen aus der Bundesverwaltung, aus allen Bundesministerien sowie 17 Adressen des Bundestags.

Stellenmarkt
  1. AKKA GmbH & Co. KGaA, München
  2. init SE, Karlsruhe

Die IT-Sicherheitsbeauftragten des Bundestags und der Ministerien seien vom BSI aufgefordert worden, die betroffenen Nutzer umgehend zu warnen. Unklar ist wie auch in anderen Fällen, ob es sich bei den Daten um direkte Zugänge zu den E-Mail-Konten handelt oder ob andere Online-Konten betroffen sind. So habe sich bei den Bundestagsadressen herausgestellt, dass diese meist für private Zwecke genutzt worden seien. Wie groß der Schaden durch die Ausforschung in den Ministerien sei, stehe noch nicht fest.

Grüne fordern detaillierte Aufklärung

Die Grünen im Bundestag kritisierten das nun bekannt gewordene Vorgehen der Behörden. "Wenn es stimmt, dass das Bundesinnenministerium monatelang auf den Informationen sitzen blieb, ohne über diesen riesigen Datenklau zu berichten, war das grobfahrlässig", sagte deren netzpolitischer Sprecher Konstantin von Notz am Sonntag auf Anfrage von Golem.de. Man könne keine umgehenden Informationspflichten von Unternehmen fordern und selbst das Informieren über Monate unterlassen. "Wir wollen eine genaue Aufklärung von der Bundesregierung darüber, wer was wann wusste, und warum die Informationsweitergabe offenbar Ewigkeiten gedauert hat", sagte Notz.

Bislang hatte es von Seiten des BSI geheißen, man habe erst im vergangenen Dezember vom millionenfachen Datendiebstahl erfahren. Dann habe es noch rund einen Monat gedauert, um die Website sicherheitstest.bsi.de einzurichten, um betroffene Nutzer auf diesem Weg über den Diebstahl ihrer Daten informieren zu können. Hinter dem Datendiebstahl stehen offenbar Hacker aus dem Baltikum. Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt in dem Verfahren zum BKA-Trojaner und stieß dabei eher zufällig auf die Datenbank, wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigte.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 15% auf ausgewählte Monitore, z. B 27xq QHD/144 Hz für 305,64€ statt 360,25€ im...
  2. (u. a. DOOM für 6,99€, Assassin's Creed Odyssey für 49,99€ und Civilization VI - Digital...
  3. (u. a. UE65NU7409 für 849€ statt 1.039,98€ im Vergleich)
  4. 39,98€ (Vergleichspreis ca. 72€)

theWhip 03. Feb 2014

das ist Verrat an der eigenen Bevölkerung! Aber, keine Sau stört sich daran!

Endwickler 03. Feb 2014

Was man noch alles nicht braucht: Schule, Bildung, Stammtische, Industrie, Bauern, Volk

Endwickler 03. Feb 2014

Langsam ist es auffällig, wie resistent manche gegen richtiges Verstehen sind. Ja, die...

Endwickler 03. Feb 2014

dachte irgend jemand, dass das der normale, von der Regierung geförderte Datenklau im...

Leichse 03. Feb 2014

State of the art, ja... Aber fast keiner setzt es um.


Folgen Sie uns
       


Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on

Amazons neue Version des Kindle Paperwhite steckt in einem wasserdichten Gehäuse. Außerdem unterstützt der E-Book-Reader Audible-Hörbücher und hat mehr Speicher bekommen. Das neue Modell ist zum Preis von 120 Euro zu haben.

Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

    •  /