BSI-Präsident: Egal, ob das Bauteil aus China, Korea oder Schweden kommt

Das BSI überprüft technische Komponenten und Produkte auf ihre Manipulationsfähigkeit und ihr Sicherheitsniveau. Dabei sei das Herkunftsland unbedeutend.

Artikel veröffentlicht am ,
(v.l.n.r.) Bonns Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, Huaweis Rotierender Vorstandsvorsitzender Ken Hu und BSI-Präsident Arne Schönbohm bei der Eröffnung des Huawei Bonn Security Innovation Lab Ende 2018.
(v.l.n.r.) Bonns Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, Huaweis Rotierender Vorstandsvorsitzender Ken Hu und BSI-Präsident Arne Schönbohm bei der Eröffnung des Huawei Bonn Security Innovation Lab Ende 2018. (Bild: Huawei)

Für eine Analyse der Manipulationsfähigkeit eines Bauteils sei es "vollkommen egal, ob das Bauteil aus China, aus Korea oder aus Schweden kommt". Das sagte der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Schönbohm sprach darüber, ob der Einsatz von Technik des chinesischen Herstellers Huawei für Deutschland ein Sicherheitsrisiko sei.

Das BSI sei dafür da, Komponenten und Produkte auf ihre Manipulationsfähigkeit und ihr Sicherheitsniveau zu überprüfen, sagte Schönbohm. "Wenn allein politisches Vertrauen die Grundlage für Investitionsentscheidungen sein soll, dann zerstören wir die Arbeitsteilung, die wir in der Welt haben, die Grundlage unseres volkswirtschaftlichen Wohlstands", sagte Schönbohm im Gespräch mit der Zeitung.

Würde man zu dem Schluss kommen, dass man etwa eine Antenne "nicht überprüfen und überwachen" könne, "dann sollte man sie verbieten, egal, woher sie kommt".

Das iPhone von Apple sei "Designed in California, Made in China", sagte Schönbohm. Am Ende sei aber Apple für die Sicherheit des Produktes verantwortlich.

Die USA werfen Huawei vor, die Iran-Sanktionen verletzt und US-amerikanisches geistiges Eigentum gestohlen zu haben, sowie Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in seiner Netzwerkausrüstung zu haben, was Huawei bestreitet. Belege für die vermeintliche Sicherheitsbedrohung wurden nicht vorgelegt.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen" und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste. Nach dem G20-Treffen in Japan hatte Trump bekanntgegeben, er wolle bestimmte Lieferungen von US-Unternehmen an Huawei wieder zulassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streaming
Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung

Abonnenten von Netflix müssen sich in Deutschland darauf einstellen, dass das Konto gesperrt wird, falls es unerlaubt mit anderen geteilt wird.

Streaming: Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung
Artikel
  1. Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen
    Militär
    China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

    Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.

  2. Ubisoft: In The Crew Motorfest sausen Rennspielfans über Hawaii
    Ubisoft
    In The Crew Motorfest sausen Rennspielfans über Hawaii

    Straßenrennen in Honolulu, im Regenwald und auf Bergstraßen: Ubisoft hat den dritten Teil der Rennspielserie The Crew vorgestellt.

  3. US-Sanktionen verschärft: Keine Ausnahmen mehr für Huawei
    US-Sanktionen verschärft
    Keine Ausnahmen mehr für Huawei

    Die US-Regierung erhöht den Druck auf Huawei: Die Exportbeschränkungen gegen das Unternehmen sollen konsequenter umgesetzt werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ • Asus Mainboard 279€ • Bosch Prof. bis -55% • PCGH Cyber Week • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% [Werbung]
    •  /