BSI: Homeoffice! Aber sicher?

Laut einer Umfrage des BSI gibt es zwar viele neue Homeoffice-Arbeitsplätze, aber zu wenig IT-Sicherheit.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Zu Hause im Bett arbeitet es sich vielleicht am schönsten, aber nicht unbedingt am sichersten.
Zu Hause im Bett arbeitet es sich vielleicht am schönsten, aber nicht unbedingt am sichersten. (Bild: Karolina Grabowska/Pixabay)

Viele Unternehmen in Deutschland vernachlässigen die mit der Ausweitung des Homeoffice in der Coronakrise verbundenen Risiken für die IT-Sicherheit. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter 1.000 Unternehmen hervor, die Homeoffice anbieten. Befragt wurden diese zwischen Oktober und November 2020.

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Die Zahl der angebotenen Homeoffice-Arbeitsplätze habe sich bei den befragen Unternehmen aufgrund der Pandemie mehr als verdoppelt, teilte das BSI mit. Das Arbeiten im Homeoffice stelle für die IT-Sicherheit der Unternehmen aber eine besondere Herausforderung dar. Denn zusätzlich zu den IT-Lösungen im Unternehmen müssten auch die Systeme im Homeoffice und die Verbindungen zwischen ihnen geschützt werden. Trotz der erhöhten Angriffsfläche plane jedoch nicht einmal jedes zehnte Unternehmen weitere Sicherheitsmaßnahmen zur Absicherung der Homeoffice-Arbeitsplätze.

Unternehmen vernachlässigen IT-Sicherheit

"Zu viele Unternehmen vernachlässigen Cyber-Sicherheitsmaßnahmen", klagten die Fachleute. Während einfache Maßnahmen wie der Passwortschutz der Umfrage zufolge meist noch umgesetzt werden, unterbleiben oft andere empfohlene Schutzmechanismen wie die Mehr-Faktor-Authentisierung oder ein Sicherheitsmanagement der mobilen Endgeräte durch das Unternehmen. Besonders kleinere Firmen hätten hier Nachholbedarf.

Nur jedes zweite Unternehmen sichert und segmentiert demnach sein Netzwerk, also teilt es in verschiedene Bereiche auf. Bei großen Unternehmen mit über 250 Angestellten kommt die Sicherheitsmaßnahme mit knapp 80 Prozent deutlich häufiger zum Einsatz. Deutlich seltener wird auf verschlüsselte Kommunikation oder Endpoint Security gesetzt.

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Gut die Hälfte der Unternehmen investiere maximal ein Zehntel des IT-Budgets in Cyber-Sicherheit, erklärte das BSI. Empfohlen werden vom Institut mindestens 20 Prozent. Von den befragten Unternehmen gaben 8 Prozent an, dass sie sich in der Coronakrise schon mit Cyber-Attacken auseinandersetzen mussten. Etwa ein Viertel davon erlitt nach eigenen Angaben existenzbedrohende oder sehr schwere Schäden.

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"In der Pandemie sind allein in Deutschland zwölf Millionen Berufstätige ins Homeoffice gewechselt. Das ist keine Momentaufnahme, sondern bestimmt dauerhaft die neue Normalität. Beim für viele spontanen Wechsel ins Homeoffice spielte IT-Sicherheit zu oft keine Rolle", erklärte Achim Berg, Präsident des Verbandes Bitkom. Gefordert sei ein robustes und risikobasiertes IT-Sicherheitsmanagement, Mitarbeiterschulungen und gut durchdachte Notfallkonzepte. Sicherheit sei kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

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