• IT-Karriere:
  • Services:

BSI: Höhere Sicherheitskriterien für 5G in Deutschland festgelegt

Die Sicherheitsanforderungen für 5G-Netze und die Zertifizierung der Komponenten stehen weitgehend fest. Die sensiblen Bereiche werden noch diskutiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Der BSI-Chef Arne Schönbohm
Der BSI-Chef Arne Schönbohm (Bild: BSI)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat zusätzliche Sicherheitskriterien für 5G-Netze in einem Katalog zusammengefasst. "Dazu haben wir als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes gemeinsam mit der Bundesnetzagentur und dem Bundesdatenschutzbeauftragten den neuen Sicherheitskatalog erstellt", sagte Arne Schönbohm, Präsident des BSI, am 11. August 2020. Damit werde dafür gesorgt, dass leistungsfähige und sichere 5G-Netze aufgebaut und betrieben werden könnten.

Stellenmarkt
  1. Roche Diagnostics Automation Solutions GmbH, Kornwestheim
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden

Der Katalog von Sicherheitsanforderungen ist die Grundlage für das Sicherheitskonzept und für die zu treffenden technischen Vorkehrungen. Danach müssen kritische Komponenten zertifiziert, Vertrauenswürdigkeitserklärungen von Herstellern und Systemlieferanten eingeholt, die Produktintegrität sichergestellt, ein Sicherheitsmonitoring eingeführt, genügend Redundanzen geschaffen und Monokulturen vermieden werden. In sicherheitsrelevanten Bereichen darf nur eingewiesenes Fachpersonal eingesetzt werden.

5G-Sicherheitskatalog geht an die Europäische Kommission

Der Katalog wird in einem nächsten Schritt zur Notifizierung der Europäischen Kommission vorgelegt. Weitere Änderungen sind dabei möglich. Kritische Funktionen für Telekommunikationsnetze und -dienste sollen "einen besonders hohen Schutz aufweisen", sagte Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur.

Zugleich startete am 11. August eine Konsultation zur Festlegung der neuen Liste kritischer Funktionen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial (Version 2.0). Als kritisch angesehen werden gegenwärtig die Teilnehmerverwaltung und kryptographische Mechanismen, sofern sie Bestandteil des Netzes sind, netzwerkübergreifende Schnittstellen, Netzwerkdienste, Network Functions Virtualization Management und Netzwerk-Orchestrierung sowie Virtualisierung, Management- und andere Unterstützungssysteme, Transport und Informationsflussteuerung sowie Lawful Interception, also das staatliche Abhören und die Überwachung.

Ein Verbot von Huawei als 5G-Ausrüster in Deutschland ist hingegen praktisch vom Tisch. Das geht aus Informationen hervor, über die die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Den Angaben zufolge wird die Technik für die Zulassung von 5G-Ausrüstung im ersten Schritt durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geprüft. Nur wenn das Bundeskanzleramt, Auswärtiges Amt, Innen- und Wirtschaftsministerium in der zweiten Stufe einvernehmlich Bedenken gegen einen Anbieter vorbringen, könnten sie laut dem Bericht einen Hersteller trotz Unbedenklichkeitsprüfung durch das BSI die Zustimmung verweigern. Dies ist in der gegenwärtigen Konstellation praktisch ausgeschlossen, könnte aber erfolgen, wenn tatsächlich Beweise gegen Huawei vorlägen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 7,99€
  2. (u. a. Marvel's Spider-Man: Miles Morales 59,99€, Horizon: Forbidden West für 79,99€, Gran...
  3. 59,99€ / Retail: 53,99€

Auspuffanlage 11. Aug 2020 / Themenstart

:D

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit Citroën Ami: Das Palindrom auf vier Rädern
Probefahrt mit Citroën Ami
Das Palindrom auf vier Rädern

Wie fährt sich ein Elektroauto, das von vorne und hinten gleich aussieht und nur 7.000 Euro kostet?
Ein Hands-on von Friedhelm Greis

  1. Zulassungsrekord Jeder achte neue Pkw fährt elektrisch
  2. Softwarefehler Andere Marken laden gratis an Teslas Superchargern
  3. Lucid Motors Elektrolimousine Lucid Air kostet 170.000 US-Dollar

IT-Freelancer: Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
IT-Freelancer
Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt

Die Nachfrage nach IT-Freelancern ist groß - die Konkurrenz aber auch. Der nächste Auftrag kommt meist aus dem eigenen Netzwerk oder von Vermittlern. Doch wie findet man den passenden Mix?
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

Elektrophobie: Zukunftsverweigerung oder was ich als E-Autofahrer erlebte
Elektrophobie
Zukunftsverweigerung oder was ich als E-Autofahrer erlebte

Beschimpfungen als "Öko-Idiot" oder der Mittelfinger auf der Autobahn: Als Elektroauto-Fahrer macht man einiges mit - aber nicht mit dem Auto selbst.
Ein Erfahrungsbericht von Matthias Horx

  1. Model Y Tesla befestigt Kühlaggregat mit Baumarktleisten
  2. Wohnungseigentumsgesetz Anspruch auf private Ladestelle kommt im November
  3. Autogipfel Regierung fordert einheitliches Bezahlsystem bei Ladesäulen

    •  /