BSI-Forderung: Smartphones sollten fünf Jahre lang Updates erhalten
Vor allem bei Android-Geräten hapert es oft bei Updates des Betriebssystems. Je nach Hersteller erhalten Android-Smartphones Sicherheitsupdates nur mit erheblicher Verzögerung. Außerdem wird die Verteilung von Sicherheitspatches schon bald nach der Markteinführung eines Smartphones eingestellt. Zudem gehört es zum Alltag, dass Smartphones mit einer veralteten Android-Version verkauft werden, ohne dass eine aktuelle Version zur nachträglichen Installation bereitsteht. Diese beiden Probleme will das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beseitigen.
Die Behörde hat einen Forderungskatalog zur Sicherheit von Smartphones(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Damit soll eine Grundlage für Diskussionen mit Geräteherstellern, Netzbetreibern und der Gesellschaft im Allgemeinen geschaffen werden. Als Ziel sieht das BSI eine höhere Sicherheit für Smartphones.
Das BSI will erreichen, dass Hersteller ihre Smartphones mindestens fünf Jahre nach dem Termin der Markteinführung mit Sicherheitsupdates versorgen. Käufer sollten bei der Anschaffung des Geräts aus der Gerätebeschreibung ersehen können, bis zu welchem Datum diese Updates verteilt werden. Außerdem sollten Hersteller mitteilen, wie viele neue Hauptversionen eines Betriebssystems für das betreffende Smartphone zugesichert werden. Außerdem sollten Sicherheitspatches innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung an die Geräte der Kunden verteilt worden sein.
Aktuelles Betriebssystem für neue Smartphones
Das BSI will ebenfalls erreichen, dass neu erscheinende Smartphones mit der aktuellen Betriebssystemversion versehen sind. Falls die verkauften Geräte die neue Version noch nicht haben, kann diese über ein Firmware-Update zur Verfügung gestellt werden. Das Ziel ist es, dass sich Käufer eines aktuellen Smartphones darauf verlassen können, dass sie beim Neukauf kein Gerät erwerben, das mit einem veralteten Betriebssystem läuft.
"Hersteller und OEM sind daher aufgerufen, die Geräte so sicher zu machen wie möglich, und zwar von Anfang an und über eine gewisse Nutzungsdauer hinweg" , betont BSI-Präsident Arne Schönbohm. Die Forderungen des BSI könnten in Richtlinien für die Erteilung des von der Bundesregierung geplanten IT-Sicherheitskennzeichens für Smartphones einfließen.
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