BSI: Ist Cyberwaffe Flame eine Bedrohung für private Anwender?

Das BSI hat bislang keine Meldungen dazu, dass Flame in deutschen Unternehmen, Behörden oder auf privaten Rechnern gefunden wurde. Doch Eugene Kaspersky meint, "solche Cyberwaffen können leicht gegen jedes Land eingesetzt werden."

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BSI: Ist Cyberwaffe Flame eine Bedrohung für private Anwender?
(Bild: Kaspersky Lab)

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat bisher keine Belege dafür, dass Flame Rechner in Deutschland befallen hat. "Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die auf eine Betroffenheit von Einrichtungen in Deutschland hindeuten würden", sagte ein Sprecher des Amtes der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die Software stelle auch keine Bedrohung für private Anwender dar.

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"Ein Vergleich mit Stuxnet hinkt, da es sich beim Flame um eine Spionagesoftware handelt, während Stuxnet auf Sabotage ausgerichtet war", erklärte der BSI-Sprecher.

Laut dem IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky ist Flame in der Lage, Screenshots und Audioaufnahmen anzufertigen und an die Angreifer zu senden. Die Software kann auch Dateien ausspähen. Flame sammelt Informationen über entdeckbare Bluetoothgeräte und kann zudem dafür sorgen, dass das infizierte System per Bluetooth erkennbar wird, um auf diesem Weg Statusinformationen der Malware auszugeben. Flame soll seit März 2010 zum Einsatz kommen. Kaspersky hat Informationen, nach denen der Wurm voll gepatchte Windows-7-Systeme befallen kann. Da die Software sehr komplex sei und nur sehr zielgerichtet eingesetzt werde, sei sie bisher von keiner Sicherheitssoftware entdeckt worden, so Kaspersky. Firmengründer Eugene Kaspersky meint, "solche Cyberwaffen können leicht gegen jedes Land eingesetzt werden." Mit Flame infizierte Systeme befinden sich laut Kaspersky vor allem im Nahen Osten.

Flame, dessen Urheber unbekannt ist, sei darauf ausgerichtet, "Spionage zu betreiben und so viel Informationen wie möglich bei den Betroffenen abzugreifen", so das BSI. "Die Software ist so programmiert, dass eine Entdeckung, Auswertung und Analyse erheblich erschwert wird".

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Der Antivirensoftwarehersteller Bitdefender will ein Removal-Tool entwickelt haben, das Flame aufspürt und entfernt. Das Unternehmen bezeichnet Flame als Trojan.Flamer.A.

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