Lieferketten: Elon Musk stellt Trumps Zollstrategie infrage

Elon Musk hat ein Video des Ökonomen Milton Friedman(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, in dem dieser die Vorteile des Freihandels anhand der komplexen globalen Lieferketten erläutert, die für die Herstellung selbst einfacher Produkte wie Bleistifte erforderlich seien. Das enthülle Spannungen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Musk, kommentiert das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .
Der Beitrag folgt auf Kommentare vom Wochenende, in denen Musk Trumps wichtigsten Handelsberater Peter Navarro kritisierte. Als Reaktion auf einen Social-Media-Nutzer, der Navarros Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der US-Eliteuniversität Harvard lobte, schrieb Musk auf X(öffnet im neuen Fenster) : "Ein Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften von Harvard ist eine schlechte Sache, keine gute." Der Tesla-Chef stellte auch Navarros praktische Wirtschaftserfahrung infrage und erklärte, dieser habe "nichts aufgebaut" .
Navarro konterte und beschrieb Musks Perspektive als die eines Autoherstellers und nicht die eines Handelsexperten. "Er ist ein Autonarr. Das ist es, was er liebt."
"Maximale Hebelwirkung" für Verhandlungen
Die weltweiten Finanzmärkte leiden unter Trumps neuer Zollpolitik, die Befürchtungen über einen möglichen globalen Wirtschaftsabschwung auslöste. Noch ist nicht klar, ob diese Zölle eine langfristige Wirtschaftsstrategie darstellen oder es sich dabei lediglich um Verhandlungstaktik handelt.
US-Finanzminister Scott Bessent deutete in der NBC-Sendung Meet the Press laut WSJ an, dass die Zölle als "maximale Hebelwirkung" für Verhandlungen gedacht seien. Es seien bereits mehr als 50 Länder an die US-Regierung herangetreten, um Handelsschranken abzubauen.
Unterdessen nahm Handelsminister Howard Lutnick in der CBS-Sendung Face the Nation eine konfrontative Haltung ein und sagte: "Wir müssen aufhören, von jedem Land der Welt über den Tisch gezogen zu werden."
Musk plädierte für eine Freihandelszone zwischen den Vereinigten Staaten und Europa vor. EU-Präsidentin Ursula von der Leyen reagierte darauf positiv und schlug Null-Zölle für Industriegüter vor .



