Abo
  • IT-Karriere:

Browserhersteller: Firefox und Chrome erzwingen HTTP/2-Verschlüsselung

TLS für HTTP/2-Verbindungen ist nicht verpflichtend, weshalb die Umsetzung entscheidend von den Browserherstellern abhängt. Mozilla und Google stärkten die Webverschlüsselung für alle aber enorm, schreibt einer der Beteiligten.

Artikel veröffentlicht am ,
HTTP/2 mit TLS sollte eine weite Verbreitung finden.
HTTP/2 mit TLS sollte eine weite Verbreitung finden. (Bild: Moyan Brenn/Golem.de/CC BY 2.0)

Das neue Protokoll HTTP/2 ist so gut wie fertig, die finale Veröffentlichung sollte demnächst als RFC-Standard erfolgen. Von der zunächst geplanten Zwangsverschlüsselung rückte das Entscheidungsgremium zwar wieder ab, der Mozilla-Angestellte und Curl-Entwickler Daniel Stenberg erwartet dank Google und Mozilla dennoch eine sehr starke Verbreitung der Webverschlüsselung.

Stellenmarkt
  1. Allianz Deutschland AG, München, Unterföhring
  2. LexCom Informationssysteme GmbH, München

Denn die Entwicklungsteams von Chrome und Firefox wollen das einfache Versenden von Daten ohne TLS bei der Verwendung von HTTP/2 schlicht nicht unterstützen. Hinzu komme, dass die aktuelle Vorabversion des neuen Microsoft-Browsers ebenfalls noch keine Klartextverbindungen unterstützt, auch wenn der Windows-Hersteller dies angekündigt habe.

Serverbetreiber seien also darauf angewiesen, TLS anzubieten, um die Nutzer von Firefox und Chrome zu erreichen. Der Standard erlaube dieses Verhalten explizit, da sämtliche User-Agents ihre Wahl - mit oder ohne TLS - selbstständig umsetzen könnten. Davon profitieren letztlich auch die Anwender anderer Browser, die HTTP/2 standardkonform einsetzen. Immerhin werden fast alle Server wohl TLS anbieten müssen.

Stenberg ist überzeugt, dass deshalb die Nutzungsrate von HTTPS wohl mit der Umsetzung von HTTP/2 wesentlich steigen werde. Darüber hinaus muss für HTTP/2 mindestens TLS 1.2 verwendet werden und eine Kompression sowie Neuaushandlung der Verbindung ist verboten. Der Standard enthält zudem eine Liste von Cipher-Suites, die nicht benutzt werden dürfen. Dadurch steige auch die Sicherheit der verschlüsselten Verbindungen.

Eine Übersicht zu der Argumentation, warum TLS für HTTP/2 letztlich doch nicht verpflichtend geworden ist, bietet Stenberg ebenfalls in seinem Blogeintrag.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Seasonic Focus Gold 450 W für 46,99€ statt über 60€ im Vergleich)
  2. 92,60€
  3. (aktuell u. a. Notebooks)
  4. 999€ (Vergleichspreis 1.111€)

Bachsau 13. Sep 2015

Ja leider. Das dürfte auch der Grund sein für all das. Mozilla spielt ein abgekartetes...

Bachsau 13. Sep 2015

So ist es. TLS-Kompression hat sich in der Vergangenheit als Sicherheitslücke erwiesen...

Bachsau 13. Sep 2015

Ich denke Mozilla will die Leute damit zu "Let's encrypt" zwingen, ihrem eigenen...

Bachsau 13. Sep 2015

Verschlüsselung ist ja gut und richtig. Aber nicht in jedem Fall notwendig. Wir als...

nudel 07. Mär 2015

Ist doch völlig Wurst ob die Seite self signed oder CA-Zertifikate hat. Einfach im Proxy...


Folgen Sie uns
       


Cowboy Pedelec ausprobiert

Sportlich und minimalistisch - das Cowboy Pedelec ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.

Cowboy Pedelec ausprobiert Video aufrufen
Physik: Den Quanten beim Sprung zusehen
Physik
Den Quanten beim Sprung zusehen

Quantensprünge sind niemals groß und nicht vorhersehbar. Forschern ist es dennoch gelungen, den Vorgang zuverlässig zu beobachten, wenn er einmal angefangen hatte - und sie konnten ihn sogar umkehren. Die Fehlerkorrektur in Quantencomputern soll in Zukunft genau so funktionieren.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Doom Eternal angespielt: Die nächste Ballerorgie von id macht uns fix und fertig
    Doom Eternal angespielt
    Die nächste Ballerorgie von id macht uns fix und fertig

    E3 2019 Extrem schnelle Action plus taktische Entscheidungen, dazu geniale Grafik und eine düstere Atmosphäre: Doom Eternal hat gegenüber dem erstklassigen Vorgänger zumindest beim Anspielen noch deutlich zugelegt.

    1. Sigil John Romero setzt Doom fort

    IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    IT-Forensikerin
    Beweise sichern im Faradayschen Käfig

    IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
    Eine Reportage von Maja Hoock

    1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
    3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

      •  /