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Browser: US-Regierung erwägt Abspaltung Chromes von Google

Die Marktmacht von Google wird in den USA zunehmend als Problem erkannt. Möglicherweise muss sich der IT-Konzern von Produkten trennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Muss sich Google zwangsweise von Chrome trennen?
Muss sich Google zwangsweise von Chrome trennen? (Bild: Stephen Lam /Reuters)

Die US-Regierung erwägt offenbar einen Zwangsverkauf des populären Browsers Chrome durch Google. Entsprechende Überlegungen hätten das Justizministerium und Ermittler im Zusammenhang mit möglichen Kartellrechtsverstößen angestellt, berichtet das US-Magazin Politico unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Personen, die mit den Diskussionen vertraut sein sollen. Diese Überlegungen in Verbindung mit einem Kartellrechtsverfahren könnten zur ersten Zerschlagung eines US-Konzerns seit Jahrzehnten führen, hieß es weiter.

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Allerdings seien die internen Diskussionen noch nicht abgeschlossen, schreibt das Magazin. Doch die Ermittler hätten sich bereits mit Experten für Online-Marketing sowie Vertretern von Internetkonkurrenten und Verlagen beraten, um Googles Kontrolle über einen großen Teil des weltweiten Werbemarktes im Internet zu schwächen.

Wettbewerbsklage in Vorbereitung

Darüber hinaus bereite das Justizministerium eine Klage gegen Google vor, die schon in dieser Woche eingereicht werden könnte. Dabei soll es unter anderem darum gehen, dass Google seine Marktmacht bei dem Smartphone-Betriebssystem Android ausnutzt, um seine eigenen Suchdienste gegenüber der Konkurrenz zu bevorzugen. Aus diesem Grund hat bereits die EU-Kommission im Juli 2018 eine Milliardenstrafe gegen Google verhängt.

Daneben habe sich bei den Beratungen herauskristallisiert, dass ein Verkauf von Chrome möglicherweise dazu geeignet wäre, die Marktmacht von Google zu reduzieren. In diesem Zusammenhang wird auf die Entscheidung Googles vom Januar 2020 verwiesen, wonach Chrome keine Tracking-Cookies von Drittanbietern mehr zulassen soll. Das könnte zu starken Einnahmeverlusten bei den Verlagen führen.

Auch wenn andere Browser wie Firefox oder Safari ebenfalls Drittanbieter-Cookies blockierten, seien die Auswirkungen bei Chrome größer, da dieser einen Marktanteil von 60 Prozent auf Desktop-Rechnern und 37 Prozent auf mobilen Geräten habe.

Eine mögliche Zerschlagung der großen IT-Konzerne hatte in der vergangenen Woche auch ein Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses ins Gespräch gebracht. Auch Google wurde in dem 450-seitigen Bericht (PDF) vorgeworfen, beispielsweise die Startseite der Suchmaschine oder Android dazu eingesetzt zu haben, den Browser populär zu machen. Chrome wiederum habe als Startseite die Google-Suche voreingestellt. Mit Blick auf die angekündigte Blockade von Drittanbieter-Cookies wird zwar darauf verwiesen, dass Google und Chrome einen weniger radikalen Weg als Safari und Firefox beschritten, dennoch könnte der Suchmaschinenkonzern wohl eher als die Konkurrenz davon profitieren.

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wupme 15. Okt 2020

Was war daran denn gelogen? Es ist eine Tatsache dass der zu stark integriert ist in das...

Bluejanis 15. Okt 2020

Ich biete hiermit 6 Mrd $ auf Chrome. :-D

Bluejanis 15. Okt 2020

Dann werden sie mit dem Ziel scheitern. Ich halte subjords Vorhersage zumindest für sehr...

Bluejanis 15. Okt 2020

Das belegt noch einmal, dass Internet Explorer nur wegen ihrer Marktmacht so beliebt...

Eheran 14. Okt 2020

Da Chrome auf dem Desktop eben nicht auf dem "eigenen System" läuft ist das mit den 90...


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