Browser: Opera 15 für Windows und Mac OS X ist fertig
Mit der Veröffentlichung der Version 15 von Opera ist das Ende der Presto-Engine besiegelt. Presto war Operas eigene Rendering-Engine. Mit dem Update wechselt Opera zu Googles Open-Source-Projekt Chromium. Mit diesem Schritt will der Hersteller mehr Ressourcen erhalten, um neue Funktionen in den Browser zu integrieren.
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Davon macht Opera 15 bereits Gebrauch und führt die Funktionen Discover und Stash ein. Die wesentlichen Funktionen von Opera 12 wurden in die neue Version übernommen. So gibt es weiterhin die Schnellwahlseite, die nun auch Verzeichnisse unterstützt, um noch bequemeren Zugriff auf häufig besuchte Webseiten zu haben. Verzeichnisse lassen sich anlegen, indem zwei Schnellwahleinträge übereinandergezogen werden.
Die Funktion Discover soll den Nutzer über Neuigkeiten aus aller Welt informieren. So werden die Schlagzeilen vordefinierter Webseiten angezeigt, es stellt also einen rudimentären RSS-Reader dar. Der Nutzer kann festlegen, welche Themen ihn interessieren und sich so eine passende Mischung zusammenstellen. Die Basisquellen unterscheiden sich je nach Land und der Nutzer kann sich bei Bedarf etwa die Schlagzeilen aus anderen Ländern anzeigen lassen.
Stash hilft beim Vergleichen von Seiteninhalten
Mit der neuen Funktion Stash soll das Vergleichen von Inhalten auf unterschiedlichen Webseiten vereinfacht werden. Denn Stash erstellt Snapshots der gespeicherten Webseiten an einer zentralen Stelle. Die Snapshots lassen sich in der Größe anpassen, um die Vorschau der einzelnen Seiten zu vergleichen. Zum Anlegen eines Snapshots genügt es, auf das Herzsymbol in der Adressleiste zu klicken.
E-Mail- und RSS-Funktionen werden ausgelagert
Mit der Offroad-Funktion lassen sich Webseiten im Browser mittels Googles HTTP-Nachfolger SPDY komprimieren, um diese auch bei einer schmalbandigen Internetverbindung schnell zu laden. Die Client-Server-Architektur von Opera Turbo wird nicht länger verwendet.
E-Mail-Client wird ausgelagert
Bisher gehörte zu Opera auch der eingebaute E-Mail-Client. Dieser wurde nun als eigenständige Anwendung ausgelagert und wird als Opera Mail angeboten. Damit bietet der Opera-Browser auch keinen RSS-Reader mehr, dieser ist nun Bestandteil von Opera Mail.
So läuft die Migration von Opera 12 zu Opera 15
Der Hersteller verspricht, beim Wechsel von Opera 12 auf Opera 15(öffnet im neuen Fenster) viele Einstellungen automatisch zu übernehmen. Dazu gehören gespeicherte Kennwörter, Cookies, nutzerdefinierte Suchmaschinen und Erweiterungen. Die Erweiterungen werden aber dabei deaktiviert, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Die Lesezeichen werden nicht automatisch importiert, können aber in Opera 15 übernommen werden. Angelegte Notizen werden in Opera 15 nicht übernommen, sondern lediglich in eine HTML-Datei konvertiert, damit sie mit Opera 15 geöffnet werden können. Opera-12-Themes werden nicht automatisch in die neue Opera-Version übernommen. Auch das Master-Kennwort wird aus Sicherheitsgründen nicht automatisch übertragen.
Bei all dem wird ein neues Profilverzeichnis angelegt, das alte Opera-12-Profilverzeichnis bleibt also bestehen. Dadurch sollte bei Bedarf ein Wechsel zur Vorversion möglich sein. Auch die E-Mail-Einstellungen von Opera 12 werden automatisch übernommen, wenn Opera Mail installiert wird.
Opera 15(öffnet im neuen Fenster) steht für Windows und Mac OS X kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Die Macher von Opera arbeiten nun daran, dass Opera Link wieder unterstützt wird, wollen das Tab-Management verbessern und die Themes wieder integrieren. Diese Funktionen sind dann für die nächste Hauptversion geplant. Diese soll bereits in einigen Wochen erscheinen.
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