Browser: Opera 12.01 ist da
Mit dem Update auf Opera 12.01 werden einige Programmfehler beseitigt. So soll es keine gequetschten Favicons mehr bei vielen geöffneten Tabs geben und die Webseitenvorschaubilder brauchen nun weniger Arbeitsspeicher. Verbesserungen gab es bei der automatischen Vervollständigung in der Adresszeile, bei der Nutzung von Yahoos Chat und bei verschlüsselter Twitter-Nutzung.

Auf Mac-Systemen wurde ein Fehler im Zusammenspiel mit Adobes PDF-Plugin beseitigt und in der Windows-Version soll es keine Probleme beim Einbetten von Bildern in E-Mails geben. Insgesamt soll Opera mit dem Update auf die Version 12.01 zuverlässiger und stabiler arbeiten als mit der Vorversion.
Mit dem Update auf Opera 12.01 werden zudem fünf Sicherheitslücken beseitigt. Davon wurde eine als gefährlich klassifiziert, weil Angreifer darüber beliebigen Programmcode ausführen können. Dieser Fehler tritt bei der URL-Verarbeitung auf und wurde bereits im Mai 2012 mit Opera 11.64 beseitigt, aber bei Opera 12.00 wohl vergessen, der im Juni 2012 erschien.
Die vier übrigen Sicherheitslücken werden als weniger gefährlich eingestuft und parallel mit dem Update auf Opera 11.66 geschlossen. Einer der Fehler öffnet ein sehr kleines Fenster, über das unbemerkt vom Nutzer ein Download durchgeführt wird. Damit können Angreifer Schadcode auf den Rechner schleusen.
Opera 12.01(öffnet im neuen Fenster) steht als 32- und 64-Bit-Version ab sofort für Windows, Mac OS und Linux unter anderem in deutscher Sprache zum Herunterladen bereit. Windows-Nutzer erhalten weiterhin standardmäßig die 32-Bit-Version von Opera zum Download, weil die 64-Bit-Ausführung mehr Speicher benötigt als die 32-Bit-Fassung. Wer also lieber die 64-Bit-Version haben möchte, muss diese explizit auswählen.
Opera 12 bringt grundlegende Verbesserungen
In Opera 12 wurde der Programmstart erheblich optimiert, so dass der Browser selbst mit sehr vielen gespeicherten Tabs so schnell startet wie mit nur einem offenen Tab. Allgemein wurde das Laden von Webseiten beschleunigt, besonders bei verschlüsselten Webseiten gab es einige Optimierungen.
Für einen weiteren Geschwindigkeitsschub unterstützt Opera 12 nun Hardwarebeschleunigung per GPU. Von der GPU wird nicht nur das Anzeigen der Webseiten, sondern auch die Bedienoberfläche selbst beschleunigt. Davon sollen auch Anwender von Linux und Mac OS X Lion sowie älteren Betriebssystemen wie Windows XP profitieren, die bei anderen Browsern oft keine Hardwarebeschleunigung erhalten.
Die Hardwarebeschleunigung ist in Opera 12 standardmäßig nicht aktiviert. Diesen Schritt hat Opera Software gewählt, weil es abhängig vom Betriebssystem, von der Grafikkarte und von den Treibern Probleme mit der Stabilität und Geschwindigkeit geben kann.
Plugins laufen in einem eigenen Prozess
Plugins führt Opera in einem separaten Prozess aus, damit beim Absturz eines Plugins der Browser weiter funktioniert. Dann muss die betreffende Webseite nur neu geladen werden, um das Plugin wieder zu aktivieren. Nach Angaben von Opera Software ist ein Drittel der Browserabstürze auf Abstürze von Plugins zurückzuführen.
Opera 12 kann eine integrierte oder angeschlossene Kamera verwenden und unterstützt CSS3 Generated Content for Paged Media, was Opera Software unter dem Namen Opera Reader im vergangenen Jahr vorgestellt hatte. In entsprechend angepassten Webseiten kann dann mit einem Maus- oder Fingerwisch nach links und rechts in einem Artikel geblättert werden. Um wieder zur Startseite zu gelangen, wird der aktuelle Inhalt einfach mit der Maus oder dem Finger nach unten gezogen.

Seit Opera 12 hat der Browser eine Do-not-Track-Funktion. In Sachen CSS unterstützt Opera 12 zudem Animations und Transitions. Auch HTML5-Drag-and-Drop kann genutzt werden und Opera beherrscht Cross-Origin Resource Sharing (CORS). Das Security Badge von Opera wurde überarbeitet, so dass es künftig einfacher sein soll zu erkennen, ob eine Webseite auf den eigenen Aufenthaltsort oder die Kamera zugreifen will.
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