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Browser: Microsoft Edge kann Tabs in den Ruhezustand versetzen

Build 2021
Microsofts Browser wird stetig weiterentwickelt. Auf der Build 2021 werden etwa Sleeping Tabs, ein Startup Boost und Webview 2 vorgestellt.
/ Oliver Nickel
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Der Tab-Ruhezustand soll ressourcensparend sein. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)
Der Tab-Ruhezustand soll ressourcensparend sein. Bild: Microsoft/Montage: Golem.de

Auf der Build 2021 gibt Microsoft erste Einblicke in die kommende Version 91 von Microsoft Edge. Der Browser wird dabei um zwei Funktionen erweitert: Startup Boost und Sleeping Tabs. Ersteres lässt Kernprozesse von Edge bereits laufen, wenn der Browser nicht geöffnet ist. Dadurch soll die Software schneller starten. Wenn die Software im Hintergrund ausgeführt und nicht gerade das aktive Fenster ist, dann soll für den Startup Boost kein zusätzlicher Leistungsbedarf anfallen.

Die zweite Funktion versetzt alle nicht genutzten Tabs in den Ruhezustand, wenn mehr als ein Tab geöffnet ist. Dabei werden etwa animierte Werbebanner und andere ressourcenaufwendige Webseitenelemente nicht im Hintergrund gerendert. Das soll den Browser leistungsfähiger machen und insgesamt weniger Hardwareressourcen beanspruchen. Gerade die hohe RAM-Nutzung ist bei Chromium-Browsern wie Edge und Chrome immer wieder ein Kritikpunkt aus der Community.

Verbesserungen für das Chromium-Projekt

Für Entwicklerteams könnte das neue Webview2 interessant sein, auf dem Microsoft Edge aufbaut. Das System ist für Win32 C und C++, Windows Presentation Foundation WPF, Windows Forms und WinUI 3 verfügbar. Mit Webview 2 können Applikationen über den Browser gerendert werden. Der Prozess ist vom Betriebssystem entkoppelt und daher nicht an eine spezielle Windows-Version gebunden.

Funktionen wie Sleeping Tabs und Startup Boost werden als Teil des Chromium-Projektes entwickelt. Microsoft betont, dass das Edge-Team das Projekt bereits 5.300 Commits oder Änderungen erweitert hat. Möglicherweise kommen die erweiterten Funktionen in Zukunft auch für andere Chromium-Browser, allem voran Googles noch immer sehr beliebten Chrome.


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