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Browser: Mario war als Erweiterung für Edge erhältlich

Ein ROM mit Mario Kart 64 und andere nicht lizenzierte Klassiker waren als Erweiterung für den Edge-Browser von Microsoft erhältlich.
/ Peter Steinlechner
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Plüschfiguren von Mario und Luigi (Bild: Behrouz Mehri/AFP via Getty Images)
Plüschfiguren von Mario und Luigi Bild: Behrouz Mehri/AFP via Getty Images

Microsoft bietet auf kuratierten Downloadseiten zahlreiche Erweiterungen(öffnet im neuen Fenster) für den Edge-Browser an. Offenbar ging das Unternehmen bei der Kontrolle der Inhalte nicht allzu gründlich vor: Wie jetzt bekanntwurde, sollen zeitweise viele nicht korrekt lizenzierte Spiele verfügbar gewesen sein.

Jedenfalls berichten US-Medien, dass die Nutzer unter anderem Mario Kart 64, Pac-Man und Tetris herunterladen konnten. Insgesamt seien rund 35 Titel online gewesen.

Sogar das von Microsoft selbst stammende, aber so gut wie sicher nicht für eine Veröffentlichung als Edge-Erweiterung vorgesehene Minecraft sei in dem Portal verfügbar gewesen.

Offenbar haben die Entwickler von Edge die Spiele noch am 12. Februar 2021 über Twitter beworben – der Beitrag ist inzwischen gelöscht. Nach Angaben von The Verge(öffnet im neuen Fenster) seien die Games von Anbietern mit Namen wie Gamelands und Stay Real online gestellt worden. Hinter diesen Namen dürften kaum die tatsächlichen Rechteinhaber stecken.

Ein Nutzer hat auf Twitter geschrieben, dass der Klick auf Mario Kart 64 eine ROM des Rennspiels herunterlädt. Bei Tetris handelt es sich offenbar um einen nicht lizenzierten Klon und bei Pac-Man sollen Assets des Originals verwendet werden.

Mario Kart 64 mit vier Spielern auf Odroid-X
Mario Kart 64 mit vier Spielern auf Odroid-X (03:17)

Inzwischen wurden fast alle der Spiele aus dem Portal entfernt. Lediglich ein von Google stammendes Casualgame namens Running Dinosaur Game ist noch zu finden.

So gut wie alle Spiele, die für Edge verfügbar waren, sind schon älter. Teils dulden es die Hersteller, wenn ihre Klassiker etwa für Emulatoren kostenlos angeboten werden – immerhin sorgt das dafür, dass die Marke im Gespräch bleibt.

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Vor allem Nintendo geht aber seit Jahren sehr entschieden und mit großem rechtlichem Aufwand gegen die Verbreitung von ROMs seiner älteren Spiele vor. 2018 etwa hatte sich der japanische Konzern gegen zwei damals sehr populäre Webseiten durchgesetzt, die Retrogames als ROM angeboten hatten.

Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung erklärten sich die Betreiber bereit, rund 12 Millionen US-Dollar an Nintendo zu bezahlen. Davor hatte das Unternehmen mindestens 100 Millionen US-Dollar an Schadensersatz gefordert.


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