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Browser: Google zahlt 26 Milliarden für Voreinstellung der Suche

In vielen Browsern ist die Google-Suche standardmäßig voreingestellt. Der Konzern lässt sich das extrem viel kosten, besonders bei Apple.
/ Sebastian Grüner und dpa
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Google zahlt extrem viel Geld für die Voreinstellung seiner Suche in anderen Browsern. (Bild: Reuters)
Google zahlt extrem viel Geld für die Voreinstellung seiner Suche in anderen Browsern. Bild: Reuters

Google hat im Jahr 2021 über 26 Milliarden US-Dollar dafür bezahlt, die Standard-Suchmaschine auf Smartphones und in Webbrowsern zu sein. Es ist das erste Mal, dass eine konkrete Zahl dazu bekannt wurde, bisher gab es stets nur Schätzungen, die die gesamte Summe der Suchmaschinen-Deals zusammenfassen.

Ein Google-Manager nannte konkret den Betrag von 26,3 Milliarden Dollar (derzeit rund 25 Milliarden Euro) am Freitag in einem Wettbewerbsprozess in Washington, wie der Finanzdienst Bloomberg aus dem Gerichtssaal berichtete(öffnet im neuen Fenster). Es sei der größte einzelne Ausgabeposten des Konzerns. In dem Verfahren geht es um Klagen der US-Regierung und Dutzender Bundesstaaten gegen Google. Dabei geht es um den Vorwurf, der Internet-Konzern behindere Wettbewerber auf unfaire Weise. Google weist die Anschuldigungen zurück. Aus Sicht der Regierung schaden die Vereinbarungen mit Browser-Entwicklern dem Wettbewerb.

In der Branche wird davon ausgegangen, dass ein Großteil des Geldes an Apple geht, um die Position von Google als Standard-Suchmaschine im Safari-Webbrowser auf iPhones und Mac-Computern abzusichern. Laut einem Bericht der New York Times(öffnet im neuen Fenster) soll Apple dafür rund 18 Milliarden US-Dollar allein im Jahr 2021 von Google erhalten haben. Wohl vor allem deshalb hat Apple wohl mit Microsoft über den Kauf von Bing verhandelt. Browser-Hersteller Mozilla erhält aus dem Deal mit Google dagegen nur etwas mehr als 500 Millionen US-Dollar. Weitere Verträge hat Google mit Samsung, anderen Geräteherstellern, Providern und einigen weiteren Partnern.

Googles Anwalt John Schmidtlein konterte zum Auftakt des Verfahrens, es sei einfach, in Browsern die Standard-Suchmaschine auszutauschen. Nutzer griffen aber auf Google zu, weil sie mit der Qualität der Suchergebnisse zufrieden seien. Das passiere auch auf Windows-Computern, auf denen Microsofts Suchmaschine Bing als Standard voreingestellt sei.


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