Browser: Google testet Webcodecs-API in Chrome

Webanwendungen sollen Zugriff auf die Einstellungen von Audio- und Videocodecs bekommen. Das testet Google in seinem Chrome-Browser.

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Chrome testet die Webcodecs-API.
Chrome testet die Webcodecs-API. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Googles Browser-Team hat laut Ankündigung im Entwicklungsblog die aktuelle Betaversion 86 von Chrome veröffentlicht. Damit führt das Team wie üblich eine Reihe neuer Funktionen und Schnittstellen ein, die zunächst ausführlich getestet werden sollen. Eine nach fast zwei Jahren Arbeit erstmals verfügbare Schnittstelle ist die sogenannte Webcodecs-API. Diese erwähnt Google selbst in seinem Blog aber nicht, die Funktion ist außerdem noch hinter einer speziellen Option versteckt und gilt damit als experimentell.

Der Idee der Webcodecs-API zugrunde liegt die Erkenntnis, dass es zwar bereits viele Schnittstellen für das Web gebe, die Codecs direkt oder indirekt nutzten, vor allem für WebRTC. Bisher gibt es jedoch keinen allgemein gültigen Weg, die Fähigkeiten des Codecs aus der Webanwendung heraus zu verändern oder zu konfigurieren. Deshalb gebe es inzwischen Anwendungen, die ihre eigenen Codecs in Javascript oder als Webassembly-Modul mitbringen. Damit werden aber die Optimierungen der Browser an den von diesen genutzten Codecs umgangen.

In der Beschreibung der Funktion auf der Status-Seite Googles heißt es zu möglichen Verwendungszwecken der neuen Webcodecs-API: "Eine Low-Level Codec-API unterstützt neu entstehende Anwendungen besser, zum Beispiel latenzempfindliches Spielestreaming, clientseitige Effekte oder Transcodierung." Ebenso ließen sich damit Mediencontainer per Polyfill unterstützen, dabei lasse sich auf die höhere Netzwerk- und CPU-Last von Codec-Implementierungen in Javascript und Webassembly verzichten.

Eine ausführliche Beschreibung samt Erklärungen und Codebeispielen zur Nutzung der neuen API findet sich auf Github. Die vorläufige Spezifikation ist ebenso verfügbar.

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