Browser-Erweiterungen: Endgültiges Aus für uBlock Origin: Google sperrt letzte Chrome-Hintertür
Google bereitet das endgültige Ende für ältere Browser-Erweiterungen vor, die auf dem Manifest-V2-Framework basieren. Seit Oktober 2024 schränkt das Unternehmen diese Plattform schrittweise ein. Aus diesem Grund funktionieren viele Werbeblocker für reguläre Nutzer bereits seit über einem Jahr standardmäßig nicht mehr. Nun verschwindet auch das letzte Schlupfloch(öffnet im neuen Fenster), mit dem technisch versierte Anwender die Erweiterungen bislang aktiv hielten.
Aus einem aktuellen Code-Commit für Chromium(öffnet im neuen Fenster) geht hervor, dass Entwickler die Flag kExtensionManifestV2Disabled aus dem Quelltext entfernen. Entwickler und Power-User nutzten diesen Schalter bislang als Hintertür, um Manifest-V2-Erweiterungen in Chrome weiterzubetreiben. In den Kommentaren zum Code bezeichnet ein Google-Ingenieur das Konstrukt inzwischen als toten Code, da Chrome Manifest V2 nicht mehr offiziell unterstützt.
Laut Angaben des Unternehmens führt die Pflege des veralteten Systems zu technischem Mehraufwand. Zudem verweist Google auf Sicherheitsrisiken, da in letzter Zeit vermehrt Fehler speziell im Zusammenhang mit Manifest V2 aufgetreten seien. Mit der Bereinigung der Codebasis stellt der Konzern die Unterstützung für die alte Struktur ein.
Zeitplan und verbleibende Alternativen
Die Entfernung der primären Flag erfolgt mit dem Update auf Chrome 150, dessen Veröffentlichung für den 30. Juni geplant ist. Im darauffolgenden Monat Juli soll Chrome 151 erscheinen und verbleibende Referenzen auf Manifest V2 vollständig aus dem Browser tilgen. Nach diesen Aktualisierungen existieren keine offiziell unterstützten Optionen mehr, um die Abschaltung zu umgehen.
Anwendern des ursprünglichen uBlock Origin verbleiben damit zwei primäre Optionen. Die erste Möglichkeit besteht im Wechsel zu uBlock Origin Lite. Diese Variante ist mit Manifest V3 kompatibel und funktioniert innerhalb der neuen Richtlinien von Chrome. Aufgrund der restriktiveren Berechtigungen des neuen Frameworks, das den Zugriff der Erweiterungen auf den Datenverkehr beschränkt, filtert diese Version Inhalte jedoch weniger effektiv.
Die zweite Option stellt der Wechsel des Webbrowsers dar. Während Microsoft Edge und Opera voraussichtlich den Schritten von Google folgen werden, bietet Firefox weiterhin vollen Support für die uneingeschränkte Version von uBlock Origin. Auch der Browser Brave umgeht die Restriktionen von Manifest V3, da dessen integrierter Werbeblocker direkt in der Browser-Engine eingebettet ist und nicht als Erweiterung operiert.
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