Browser: Chrome-Extensions infizieren 100.000 Rechner

Erneut haben Chrome-Erweiterungen zahlreiche Rechner infiziert. Sie führten Klickbetrug durch, kopierten Passwörter und schürften ohne Erlaubnis Kryptowährungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Erweiterungen wurden über Facebook-Links und gefälschte Youtube-Seiten ausgeliefert.
Die Erweiterungen wurden über Facebook-Links und gefälschte Youtube-Seiten ausgeliefert. (Bild: Isaac Bowen/CC-BY-ND 2.0)

Bösartige Erweiterungen für Googles Chrome-Browser haben erneut mehr als 100.000 Nutzer infiziert. Die Erweiterungen sollen nach Angaben der Sicherheitsfirma Radware Zugangsdaten für Webseiten kopiert und Klickbetrug mit Werbeanzeigen begangen haben. Die betroffenen Plugins wurden von Google ohne Zutun der Nutzer aus den Browsern entfernt, wie Ars Technica schreibt.

Insgesamt waren dieses Mal sieben Erweiterungen betroffen. Immer wieder gelangen entsprechende Extensions in den Webstore von Chrome und umgehen damit Googles Sicherheitsmaßnahmen. Auch in Googles Android-Appstore Google-Play gibt es immer wieder Malware. Die Erweiterungen sollen über Facebook-Nachrichten installiert worden sein, die eine gefälschte Youtube-Seite öffnen und diese Nutzer dann auffordert, selbst Erweiterungen zu installieren.

Erweiterungen auch im Kryptomining aktiv

Google hat die Erweiterungen umgehend entfernt. Einige waren nach Angaben von Radware bereits aus dem Webstore gelöscht, als das Unternehmen diese an Google gemeldet hatte. Über das Botnetz wurde außerdem Kryptomining betrieben. Die Rechner wurden missbraucht, um Monero, Bytecoin und Electroneum zu schürfen. In sechs Tagen sollen die Kriminellen damit einen Umsatz von rund 1.000 US-Dollar in Digitalwährungen erwirtschaftet haben.

Die Erweiterungen wurden unter den Namen Nigelify, PwnerLike, Alt-j, Fix-case, Divinity 2 Original Sin: Wiki Skill Popup, Keeprivate und iHabno verbreitet. Radware hat die Malware nach eigenen Angaben über Algorithmen für maschinelles Lernen aufgespürt, die auf Logdateien geschützter Netzwerke angewendet wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Künstliche Intelligenz
So funktioniert ChatGPT

Das mächtige Sprachmodell ChatGPT erzeugt Texte, die sich kaum von denen menschlicher Autoren unterscheiden lassen. Wir erklären die Technologie hinter dem Hype.
Ein Deep Dive von Helmut Linde

Künstliche Intelligenz: So funktioniert ChatGPT
Artikel
  1. Streamer: Rocket Beans muss in Kurzarbeit
    Streamer
    Rocket Beans muss in Kurzarbeit

    Der Gaming-Kanal Rocket Beans hat wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit, einige Sendungen entfallen.

  2. i4: BMW lässt sich am Berg nicht updaten
    i4
    BMW lässt sich am Berg nicht updaten

    Die Besitzerin eines BMW i4 hat die Fehlermeldung entdeckt, ihr Parkplatz sei zu steil für ein Update der Bordsoftware.

  3. Volker Wissing: Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau
    Volker Wissing
    Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau

    Für den Güterverkehr sollte vermehrt auf die Bahn gesetzt werden und nicht auf mehr LKW. Für die gebe es eh nicht genug Fahrer, meinen Verbände.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM im Preisrutsch - neue Tiefstpreise! • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 329€ • Nur noch heute TV-Sale mit bis 77% Rabatt bei Otto • Lenovo Tab P11 Plus 249€ • MindStar: Intel Core i7 13700K 429€ • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /