Browser-Benchmark: Microsoft und Mozilla nehmen Robohornet auseinander

Ein besserer Browser-Benchmark soll Robohornet werden, doch nach der Veröffentlichung gibt es heftige Kritik. Microsoft hat mit Robohornet Pro kurzerhand eine eigene Version veröffentlicht, in der der Internet Explorer Chrome abhängt.

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Heftige Kritik am neuen Browser-Benchmark Robohornet
Heftige Kritik am neuen Browser-Benchmark Robohornet (Bild: Robohornet.org)

Microsofts Entwickler haben den neuen Browser-Benchmark Robohornet auseinandergenommen. Auch wenn der Internet Explorer 10 in dem Benchmark sehr gut abschneidet, lehnt Microsoft den Ansatz ab: Die Suite aus Micro-Benchmarks sei nicht repräsentativ für die von Nutzern wahrgenommene Geschwindigkeit echter Webseiten.

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Mit Robohornet Pro hat Microsoft kurzerhand eine eigene Version von Robohornet entwickelt, die der Internet Explorer 10 weiterhin schnell absolviert, die den Googles Browser Chrome aber ins Stocken geraten lässt. Dazu hat Microsoft eine Webseite im Matrixstil mit moderner Webtechnik wie CSS3 Animations, CSS3 Transforms, CSS3 Text Shadows, Webfonts, Unicode und Touchsteuerung aufgesetzt und lässt die Robohornet-Tests in diesem Kontext ablaufen. Microsoft argumentiert, es komme darauf an, wie schnell ein Browser bei echten Websites sei, nicht wie gut er in einem synthetischen Benchmark abschneide. Dabei sieht Microsoft seinen eigenen Browser klar im Vorteil.

Microsoft und Mozilla an Robohornet nicht beteiligt

Microsofts schnelle Reaktion auf den neuen Benchmark verwundert, war doch auch Microsoft im Steering-Komitee des Browserhornet-Projekts vertreten. Zumindest sah das zur Ankündigung so aus, da hier der Microsoft-Mitarbeiter John-David Dalton auftauchte. Dalton, so teilte Microsoft Cnet mit, sei ein neuer Mitarbeiter bei Microsoft und nicht länger an Browserhornet beteiligt. Dalton selbst hat seinen Eintrag in der Liste verändert: Sein Name taucht dort zwar weiterhin auf, dass er bei Microsoft arbeitet, ist aber nicht mehr ersichtlich.

Aber nicht nur bei Microsoft hat Browserhornet Unmut erregt: Auch einige Mozilla-Entwickler kritisieren den Ansatz, mit Micro-Benchmarks die Geschwindigkeit eines Browser zu bestimmen. Mozilla-Produktmanager Daniel Buchner, der ebenfalls als Mitglied im Steering-Komitee von Browserhornet aufgeführt wurde, hat seinen Namen zurückgezogen. Er habe nicht gewusst, dass sein Name in diesem Zusammenhang genutzt werden sollte.

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Letztendlich dominiert nun Google die Liste und ist der einzige Browserhersteller, der noch an dem Benchmark beteiligt ist. Die übrigen Mitglieder des Steering-Komitees sind Webentwickler.

Falscher Ansatz

Zwar gibt es zum Teil heftige Kritik an einzelnen Test, beispielsweise dem Canvas-Clearing-Test, der in einigen Browsern eine Null-Operation misst, die eigentliche Kritik richtet sich aber gegen den Ansatz einer Sammlung von Micro-Benchmarks: Mozilla-Entwickler Justin Lebar macht deutlich, dass Robohornet nur dann von ihm und Mozilla ernst genommen werden kann, wenn die in Robohornet enthaltenen Microbenchmarks gestrichen und stattdessen neue Macrobenchmarks eingeführt werden.

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Endwickler 27. Sep 2012

In der Praxis sind alle User Deppen, weil sie, wenn sie nicht direkt von ihrem...

elgooG 27. Sep 2012

Ja toll, aber die Macher von Matrix wussten zumindest, dass man die Schriftzeichen nicht...

Spaghetticode 26. Sep 2012

Diese Webseiten kann man zum Beispiel aus dem Alexa-Top-Ranking heraussuchen. Die zehn...

Sharra 26. Sep 2012

Umso schlimmer. Was meinst du, was die Jäger zahlen müssen, wenn der Hase dann nächste...



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