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Selbst von Kanzleramtsmitarbeitern sind Browserdaten aufgetaucht.
Selbst von Kanzleramtsmitarbeitern sind Browserdaten aufgetaucht. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

CDU: Datensparsamkeit riskiert Wohlstand

Ähnlich äußert sich Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD. Er ist in dem ausgewerteten Datensatz ebenfalls personalisierbar. "Ich habe nicht gewusst, dass solche Sachen identifizierbar sind. Vielleicht ist man da naiv an der Stelle, aber man braucht auf jeden Fall Aufklärung darüber, welche Daten eigentlich erhoben werden und was mit den Daten dann passiert", sagte Klingbeil zu Panorama. Wenn sich herausstelle, dass man den Firmen nicht einfach vertrauen könne, "dann müssen Gesetze her", sagte Klingbeil.

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Die neuen Enthüllungen könnten sich auch auf die aktuelle Debatte um das Prinzip der Datensparsamkeit auswirken. Neben Merkel hat sich auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für "Datenreichtum als Maßstab" starkgemacht. Verbraucherschutz-Staatssekretär Ulrich Kelber hatte zuletzt eine Abkehr vom Prinzip der Datensparsamkeit zugunsten der Wirtschaft abgelehnt und den Gegnern dieses Grundsatzes vorgehalten, für "Datenreichtum" zu werben und Datensparsamkeit lächerlich zu machen. Dem entgegnete die CDU-Abgeordnete Nadine Schön im Handelsblatt: "Daten sind der Rohstoff der Zukunft. Das ist kein Allgemeinplatz, sondern Fakt. Wer Datensparsamkeit predigt, riskiert nicht nur wirtschaftlichen Stillstand und gefährdet damit unseren Wohlstand, sondern er verhindert auch neue Entwicklungen zum Wohle der Menschen."

Datenschützer kritisiert Geschäftsmodell von WOT

Nach Ansicht der CDU-Fraktionsvize sind nicht alle personenbezogenen Daten per se als kritisch einzustufen. "Auch kann so viel wie möglich mit anonymen und pseudonymisierten Daten gearbeitet werden", sagte Schön weiter. Das Beispiel der verkauften Browserverläufe zeigt jedoch, dass angeblich anonyme Daten zum Teil sehr leicht personalisiert werden können, wenn sie in falsche Hände gelangen.

Das sieht auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar so. "Zur Weitergabe von personenbezogenen Daten brauchen Unternehmen grundsätzlich eine Einwilligung der Betroffenen" - die liegt aber nicht vor. "Die Bezeichnung 'anonymisiert' ist hier nicht richtig", erklärte Caspar weiter, eine umfangreiche Auswertung der Daten durch Web of Trust sei daher nach deutschem Recht "nicht zulässig".

Der vom NDR über eine Scheinfirma erworbene Datensatz umfasste mehr als zehn Milliarden Webadressen. Die URLs waren dabei jeweils einer Nutzer-ID zugeordnet. Die konkreten Personen hinter den IDs ließen sich dabei auf verschiedene Weise identifizieren. Gleich mehrere Firmen sollen sich bereiterklärt haben, die Webdaten deutscher Internetnutzer zu verkaufen. Ein Unternehmen habe die nun ausgewerteten Daten schließlich als kostenlose Probe angeboten. Normalerweise würden die Kunden allerdings nicht die Rohdaten sehen.

 Browser-Addons: Sensible Daten zahlreicher Bundespolitiker ausgespäht

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Onsdag 03. Nov 2016

... mag sogar sein. Aber warum werden sie mir dann beispielsweise hinterhältig und ohne...

dura 03. Nov 2016

Kann dir nur zustimmen! "Oh, wie dumm sind die Leute, dass sie sich...

MarioWario 03. Nov 2016

Ja, vllt. sollte man mal über den Lupus ihrer Nichte oder die SM-Forenbesuche ihres...

chewbacca0815 03. Nov 2016

Und? Interessiert das irgendjemanden? *badauz* Mach mal halblang mit Deinem Klugshiz...



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