Broadwell-Nachfolger: Ende 2015 soll Intels 10-Nanometer-Prozess fertig sein

Mit einer sehr knappen Antwort hat Intel-Chef Brian Krzanich die Frage eines Analysten nach der nächsten Strukturbreite beantwortet. Dass das Unternehmen sich zu der weiteren Gültigkeit von Moore's Law nicht mehr in die Karten blicken lässt, hat gute Gründe.

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2-in-1 mit Skylake und 4K-Video
2-in-1 mit Skylake und 4K-Video (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

"Wahrscheinlich bis zum Ende des Jahres" - Konkretes sagte Brian Krzanich in der üblichen Telefonkonferenz mit Analysten anlässlich der jüngsten Quartalszahlen nicht zum Fertigungsprozess mit 10 Nanometern Strukturbreite. Dann, so der Intel-Chef, könnten auch erste Produkte erscheinen. Der Konjunktiv ist dabei bewusst gewählt, denn Krzanich schob noch nach, dass es erst bei der nächsten Anlegerkonferenz im November 2015 weitere Informationen geben werde.

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Das klang schon etwas verschlossener als bei Krzanichs Rede auf der CES vor zwei Wochen. Dort hatte er sich am Ende noch klar zu Moore's Law bekannt, das im laufenden Jahr sein fünfzigstes Jubiläum feiern kann. Am 15. April 1965 erschien die Beobachtung des Intel-Mitbegründers Gordon Moore in der Zeitschrift "Electronics", vielleicht nutzt Intel auch bereits dieses exakte Datum für weitere Ankündigungen.

Skylake ist schon weit entwickelt

Neue Produkte mit 10-Nanometer-Technik hatte der Intel-Chef in seinen beiden jüngsten öffentlichen Auftritten nicht angekündigt, das steht immer noch aus. Bereits im September 2014 hatte Intel auf dem IDF ein Skylake-Notebook gezeigt. Unter diesem Codenamen wird der Nachfolger des aktuellen Broadwell entwickelt, aber noch mit 14 Nanometern Strukturbreite.

Nach der Skylake-Demo hatte Brian Krzanich auf dem IDF erklärt, dass die Fertigungsausbeute bei Broadwell anfangs noch zu gering gewesen sei und man sich zudem bei neuen Chipgenerationen auch mit den Geräteherstellern abstimmen müsse. Das dürfte nun auch bei Skylake nötig sein, denn die ersten Notebooks mit Broadwell-U - der größeren Variante des für Tablets gedachten Broadwell-Y, alias Core M - kommen gerade erst auf den Markt. Erst im Sommer sollen Desktop-CPUs folgen.

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Gleichzeitig den Nachfolger anzukündigen, könnte wohl viele Interessenten vom Kauf abhalten, obwohl noch nicht klar ist, welche Vorteile die geringere Strukturbreite diesmal bringen wird. Üblicherweise wird von einem solchen Shrink bei mobilen Geräten eine geringere Leistungsaufnahme bei gleicher oder besserer Performance erwartet. Bei seiner ersten 22-Nanometer-Generation, Ivy Bridge, konnte Intel das aber nicht erreichen, erst der Nachfolger Haswell erfüllte diese Erwartungen.

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