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Core i7-5775C im Test: Intels Spätzünder auf Speed

Spät im Handel, aber richtig gut: Intels Broadwell-Prozessoren beeindrucken durch eine hohe Geschwindigkeit bei geringer Leistungsaufnahme. Vor allem der Zusatzspeicher und die Grafikeinheit haben uns überrascht.

Artikel von veröffentlicht am
Heatspreader des Core i5-5675C mit Broadwell-Architektur
Heatspreader des Core i5-5675C mit Broadwell-Architektur (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Eines müssen wir Intel lassen: Das Unternehmen hat Wort gehalten. Im März 2014 versprach der Hersteller einen gesockelten Chip für Übertakter mit der größten Grafikeinheit. Nun hat Intel den umgelabelten Notebook-Prozessor in den Handel geschickt - allerdings über ein Jahr später und vor dem Start einer neuen Generation. Das ist schade, denn die Broadwell-C-Modelle sind in ihrer Gesamtheit technisch die spannendsten Intel-Chips seit Jahren.

Inhalt:
  1. Core i7-5775C im Test: Intels Spätzünder auf Speed
  2. Der EDRAM macht den Unterschied
  3. Beim Übertakten wird's teils langsamer
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Grund für das sehr späte Erscheinen der Chips waren Intels Probleme mit dem 14-nm-FinFET-Herstellungsprozess. Der hätte schon 2013 serienreif sein und die Broadwell-Generation im Sommer 2014 erscheinen sollen. Daraus wurde jedoch nichts, weswegen Intel den Haswell-Refresh samt den Devil's Canyon in den Handel brachte. Erst im Herbst 2014 folgten die verhältnismäßig einfach zu fertigenden Core M und im Juni 2015 die Broadwell-C.

  • Windows 8.1 Update x64, AMD Catalyst 15.7, Intel Grafiktreiber 10.18.14.4243, Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Gigabyte GA-F2A88XN-WiFi, Seasonic Platinum Fanless 520W
  • Windows 8.1 Update x64, AMD Catalyst 15.7, Intel Grafiktreiber 10.18.14.4243, Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Gigabyte GA-F2A88XN-WiFi, Seasonic Platinum Fanless 520W
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  • Radeon R9 Fury X, Windows 8.1 Update x64, AMD Catalyst 15.7, Intel Grafiktreiber 10.18.14.4243, Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Gigabyte GA-F2A88XN-WiFi, Seasonic Platinum Fanless 520W
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  • Überblick zu Broadwell-C (Bild: Intel)
  • Core i7-5775C auf 4,2 GHz übertaktet (Screenshot: Golem.de)
  • Daten des Core i5-5675C in CPU-Z (Screenshot: Golem.de)
  • Core i5-5675C (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Boxed-Kühler des Core i5-5675C (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Boxed-Kühler des Core i5-5675C (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne korrekt installierten Management-Engine-Interface-Treiber kein UEFI-Update (Screenshot: Golem.de)
  • Mit 1,25 GHz steigt der mittlere Takt, mit 1,35 GHz und mehr Spannung sinkt er. (Screenshot: Golem.de)
  • 4K mit H.265-Codec auf dem Core i7-5775C (Screenshot: Golem.de)
Daten des Core i5-5675C in CPU-Z (Screenshot: Golem.de)

Die Devil's Canyon verfügen immerhin über spezielle Desktop-Anpassungen wie eine verbesserte Wärmeableitung und hohe Taktraten. Bei den beiden Broadwell-C hat Intel, überspitzt ausgedrückt, einen ganz klar für Notebooks gedachten Chip auf einen Träger mit Kontakten gelötet, damit er in den Sockel 1150 passt. Das erklärt auch die geringe thermische Verlustleistung von 65 Watt und die integrierte Grafikeinheit (iGPU). Die nennt Intel Iris Pro Graphics 6200. Darin stecken gleich 48 Ausführungsblöcke (Execution Units), und auf dem Träger sitzt ein zusätzlicher Speicherbaustein. Der Embedded-DRAM fasst 128 MByte, taktet mit 1.600 MHz und wird von den CPU-Kernen und der Grafikeinheit als vierte Cache-Stufe genutzt.

Von Broadwell-C gibt es nur zwei Modelle: Der Core i7-5775C taktet seine vier Kerne mit bis zu 3,7 GHz und unterstützt Hyperthreading. Der Core i5-5765C ohne HT erreicht bis zu 3,6 GHz und die Grafikeinheit schafft bis zu 1,15 statt 1,1 GHz. Verglichen mit einem bis dato aktuellen 65-Watt-Chip ist das keine nennenswerte Steigerung, im Gegenteil: Der Core i5-4690S (Haswell-Refresh) läuft mit bis zu 3,9 GHz. Die Haswell-Architektur liefert pro Takt allerdings ein bisschen weniger Leistung und die integrierte GPU ist weitaus langsamer.

Architektur / FertigungAnzahl CPU-KerneTakt (Basis / 4C / 1C)Integrierte GrafikeinheitShader / Turbo-TaktSpeicherTDP
Core i7-5775CBroadwell / 14nmFF4C + SMT3,3 / 3,5 / 3,7 GHzIris Pro Graphics 620048 EUs / 1.150 MHzDDR3-160065 Watt
Core i5-5675CBroadwell / 14nmFF4C3,1 / 3,4 / 3,6 GHzIris Pro Graphics 620048 EUs / 1.100 MHzDDR3-160065 Watt
Core i7-4790KHaswell / 22nmFF4C + SMT4,0 / 4,2 / 4,4 GHzIris HD Graphics 460020 EUs / 1.250 MHzDDR3-160088 Watt
Core i5-4690SHaswell / 22nmFF4C3,2 / 3,5 / 3,9 GHzIris HD Graphics 460020 EUs / 1.200 MHzDDR3-160065 Watt
A10-7800Kaveri / 28nmSHP2M + CMT3,5 / 3,7 / 3,9 GHzRadeon R7 Graphics512 / 720 MHzDDR3-213365 Watt
Broadwell, Haswell und Kaveri im Vergleich
Der EDRAM macht den Unterschied 
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JensM 10. Mai 2017

Also bist Du im Prinzip verärgert, weil Du eventuell mehr Geld ausgegeben hast als...

Shiranai 17. Aug 2015

Würde ich nicht ganz so schreiben. Diese Prozessoren sind ja bevorzugt für Mobilbereich...

edminthelast 01. Aug 2015

Die aktuelle Xeon Serie mit bis zu 18 Cores, 45mb Cache, HT und Turboboost bis 3,3GHz ist...

Crass Spektakel 25. Jul 2015

Doch eine Markt gibt es, das Feature wird extrem oft angefragt. Aber da Intel praktisch...

Lala Satalin... 21. Jul 2015

Privat. Demnächst mache ich auch immer mehr mit Blender, weil ich mich da aktuell hinein...


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