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Broadcom: T-Mobile will mit rund 1.000 Applikationen weg von VMware

Mutmaßlich absurde Supportkosten und Gerichtsverfahren zeigen, dass die US-amerikanische Version der Telekom mit VMware unzufrieden ist.
/ Oliver Nickel
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T-Mobile will sich von VMware verabschieden. (Bild: Pexels.com)
T-Mobile will sich von VMware verabschieden. Bild: Pexels.com / Pexels-Lizenz

T-Mobile, der US-amerikanische Ableger der Telekom, will anscheinend von der Virtualisierungssoftware VMware weg. Das Unternehmen ist derzeit dabei, auf andere Virtualisierungssysteme außerhalb von VMWare zu migrieren. Laut dem Magazin The Register(öffnet im neuen Fenster) ist davon die komplette Netzwerkinfrastruktur betroffen. Das sind mehr als 300.000 Cores und etwa 1.000 Anwendungen, die mittels VMWare laufen.

Der Grund ist klar: Seit VMware im Jahr 2023 von Broadcom übernommen wurde, wollte sich der neue Besitzer auf die wichtigsten Kunden konzentrieren. Deshalb wurde der Support in vielen Fällen eingestellt und VMware auf ein neues, größtenteils teureres, Abonnementmodell umgestellt.

Support läuft aus und T-Mobile muss umstellen

T-Mobile ist neben dem Telekommunikationsunternehmen AT&T, das ebenfalls schon vor Gericht gegen Broadcom vorging, eine Ausnahme. Ursprünglich wollte der Konzern wohl auch noch nach 2025 Support nach dem alten Support- und Bezahlmodell erhalten. Broadcom wollte dies jedoch nicht annehmen und musste auf gerichtliche Anordnung hin dann doch auf einen Deal eingehen.

Später verlangte Broadcom offenbar 24 Millionen US-Dollar für diesen erweiterten Support, da dafür laut Unternehmensaussagen 20 Menschen und viel Arbeit bereitgestellt werden mussten. T-Mobile argumentierte dagegen und gab an, nur zwei Support-Calls im gefragten Zeitraum getätigt zu haben. Die Ausgaben stünden also in keinem Verhältnis zum realen Aufwand.

Im August 2026 läuft die Sonderregelung durch das Gericht aus. T-Mobile wird ab dann komplett ohne Support seitens Broadcom auskommen müssen. Deshalb stellt sich nun die Frage, wohin das Unternehmen mit all der Infrastruktur geht.


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