Broadcom: Rettungsanker für geschasste VMware-Partner

Die Virtualisierungs- und Cloud-Spezialisten von VMware, die seit rund einem halben Jahr zu Broadcom gehören, gehen offenbar mit einer neuen Lösung auf die zuvor verprellten Hoster zu, die nicht mehr die Gelegenheit haben, als offizieller Partner aufzutreten. Wie das Magazin The Register unter Berufung auf entsprechende Dienstleister und Verträge berichtet(öffnet im neuen Fenster) , sollen künftig als eine Art White-Label-Reseller auftreten können und so zumindest ihre eigenen Kunden weiter bedienen können.
Eine der ersten Maßnahmen zur Umstrukturierung von VMware nach der abgeschlossenen Übernahme durch Broadcom war das Ende eines Partnerprogramms für VMware Cloud Services Providers (CSPs) . Mit dem CSP-Programm ermöglicht es VMware Hostern kleinerer und mittlerer Größe, ein weitgehendes Cloud-Angebot für ihre Kunden auszuliefern, aber auf Grundlage der vorgefertigten Software von VMware.
Ersatz für das damit verbundene und nun beendete Partnerprogramm bietet Broadcom zwar ein neues Partnerprogramm an. Interessierte Unternehmen dürfen an diesem aber nur nach expliziter Einladung von Broadcom teilnehmen. Hinzu kommt, dass dafür die Lizenzierung von Software für mindestens 3.500 CPU-Kerne notwendig ist. Große Hürden für viele kleinere Hoster, die damit möglicherweise vor einem sehr abrupten Ende ihrer Geschäfte stehen. Aber auch die Kunden dieser Hoster würden dann zunächst ohne VMware-Software dastehen und müssten eine Migration erwägen: zu einem anderen VMware-Hoster oder einem Hoster mit anderer Cloud-Software.
Die großen Hoster, die künftig Teil des neuen Partnerprogramms sind, können laut The Register die VMware-Software aber an sekundäre Partner weiterverkaufen, die wiederum keine Broadcom-Partner sein müssen. Diese sekundären Partner treten dann zwar nur noch als eine Art Reseller auf und müssten wohl auf eigene Marken oder Ähnliches verzichten, könnten dabei wohl aber ihre Geschäfte und Kunden ohne größere Migrationsprobleme behalten.



