Abo
  • Services:

Broadcom BLE: Indoor-Navigation mit solarbetriebenen Bluetooth-Stationen

Broadcom will einen weiteren Weg der Navigation in Innenräumen ermöglichen, der kaum den Akku belastet. Mit Bluetooth Low Energy und kleinen Solarstationen ist das Konzept für Einkaufszentren interessant.

Artikel veröffentlicht am ,
Broadcoms Konzeptstation mit Solarzellen und einem Befestigungsmagnet
Broadcoms Konzeptstation mit Solarzellen und einem Befestigungsmagnet (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Bluetooth Low Energy, kurz BLE, als Teil von Bluetooth 4.0 lässt sich laut Broadcom gut für die Navigation nutzen. Das Bluetooth-Positionierungskonzept von Broadcom sieht vor, dass Smartphones mit Bluetooth in Zukunft die Funktechnik als Ergänzung für die Navigation verwenden. Ähnlich wie WLAN-Positionierungen ist die Bluetooth-Positionierung vor allem für Innenräume interessant und soll präzise Standortinformationen ermöglichen.

Stellenmarkt
  1. Versicherungskammer Bayern, München
  2. Hoerner Bank Aktiengesellschaft, Heilbronn

Broadcom soll für seine neueren Chips das System bereits unterstützen. Infrastrukturseitig gibt es aber noch keine Installationen abseits von Testsystemen. Ein Betreiber eines Einkaufszentrums muss für die Bluetooth-Positionierung zunächst kleine Geräte installieren. Die arbeiten mit einem Bluetooth-Chip von Broadcom und nehmen dank Bluetooth Low Energy des 4.0-Standards so wenig elektrische Leistung auf, dass kleine Solarzellen genügen. Die Geräte der Konzeptstudie haben einen Magneten, der einfache Installationen beispielsweise an Decken oder Wänden ermöglicht.

  • So sehen die Basisstationen für die Bluetooth-Navigation aus. Die Energie liefern die  Solarzellen...
  • ... und ein Magnet ermöglicht eine simple Befestigung der Konzeptstationen.
So sehen die Basisstationen für die Bluetooth-Navigation aus. Die Energie liefern die Solarzellen...

Bei der Installation muss der Betreiber der Bluetooth-Geräte einmalig deren Position festlegen. Sie haben eine Reichweite von 20 Metern, Broadcom geht aber davon aus, dass die Geräte in geringeren Abständen eingesetzt werden, um eine Positionierungsgenauigkeit von unter 5 Metern zu erreichen. Für die Ortung von Geschäften in einem Einkaufzentrum ist eine solche Genauigkeit notwendig. Alternativ könnte das System auch in Access Points für ein Haus-WLAN ergänzend installiert werden. Entsprechende Lösungen müssten aber die Hersteller von WLAN-Zubehör anbieten.

Das System ist nicht eigenständig, sondern eine Ergänzung bestehender Navigationssysteme. Neben GPS/Glonass, Mobilfunk und WLAN lässt ein Nutzer dann bei Bedarf auch Bluetooth im Hintergrund aktiv. Dank BLE soll der Energiebedarf vernachlässigbar sein. Voraussetzung ist dann aber Bluetooth 4.0. Da zu einer Navigation in Einkaufzentren auch die Bestimmung von Stockwerken notwendig ist, wird zur Ergänzung von BLE noch der Luftdruck genutzt, der mit zunehmender Höhe abnimmt.

Das Ganze läuft für den Nutzer im Hintergrund ab. Er sieht also nur das Ergebnis und nicht wie es zustande gekommen ist. Smartphones werden aber vermutlich in Zukunft Hinweise geben, dass sich die Positionierung verbessert, wenn Bluetooth aktiviert ist. Einige Handybetriebssysteme geben den Hinweis bereits bei abgeschaltetem WLAN. Welches Potenzial in Bluetooth Low Energy steckt, hat Broadcom bereits mit einer früheren Ankündigung gezeigt. Der Chipentwickler stellt Bluetooth-Tastaturen mit zehn Jahren Batterielaufzeit in Aussicht.

Wann so ein System gekauft und genutzt werden kann, wollte Broadcom auch auf mehrmalige Nachfrage nicht beantworten. Broadcom hat für das System keinen eigenen Namen und nutzt einfach BLE als Begriff, der allerdings sehr weit gefasst ist. Auch zu den Kosten hält sich der Chipentwickler bedeckt. Sehr teuer darf es aber nicht sein, denn ein Einkaufszentrum müsste Hunderte dieser Geräte verteilen.

Fraglich ist zudem, ob Betreiber eines solchen Einkaufzentrums diese Investition tätigen. Sinnvoll wäre dies beispielsweise, wenn ein Einkaufzentrum durch eine App ergänzt wird, die positionsabhängig zu Geschäften führt. Nur als reine Verbesserung der Innenraumnavigation wird wohl kaum ein Zentrumsbetreiber das System installieren.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. bei Alternate kaufen
  3. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  4. ab 349€

TC 28. Feb 2012

als hätten wir nicht schon genug 2.4Ghz (Mikrowelle!) Strahlung überall...


Folgen Sie uns
       


Youtube Music - angeschaut

Wir haben uns das neue Youtube Music angeschaut. Davon gibt es eine kostenlose Version mit Werbeeinblendungen und zwei Abomodelle. Youtube Music Premium ist quasi der Nachfolger von Googles Play Musik. Das Monatsabo für Youtube Music Premium kostet 9,99 Euro.

Youtube Music - angeschaut Video aufrufen
Sun to Liquid: Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird
Sun to Liquid
Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird

Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht ergeben: Treibstoff. In Spanien wird eine Anlage in Betrieb genommen, in der mit Hilfe von Sonnenlicht eine Vorstufe für synthetisches Kerosin erzeugt oder Wasserstoff gewonnen wird. Ein Projektverantwortlicher vom DLR hat uns erklärt, warum die Forschung an Brennstoffen trotz Energiewende sinnvoll ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Deep Sea Mining Deep Green holte Manganknollen vom Meeresgrund
  2. Klimaschutz Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
  3. Physik Maserlicht aus Diamant

Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall
Anthem angespielt
Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

E3 2018 Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

  1. Dying Light 2 Stadtentwicklung mit Schwung
  2. E3 2018 Eindrücke, Analysen und Zuschauerfragen
  3. Control Remedy Entertainment mit übersinnlichen Räumen

Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

    •  /