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Fritzbox: AVM arbeitet an Routern für Super Vectoring und G.fast

Im Kupferfestnetz mit bis zu 400 MBit/s und 1 GBit/s unterwegs sein: Der Berliner Routerhersteller AVM deutet an, dass Fritzboxen für Super Vectoring und G.fast in Vorbereitung sind.
/ Achim Sawall
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Kupferkabel im G.fast-Labor in München (Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq)
Kupferkabel im G.fast-Labor in München Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq

Der Fritzbox-Hersteller AVM arbeitet offenbar an Routern, die Super Vectoring und G.fast unterstützen. Das Unternehmen erklärte(öffnet im neuen Fenster) am 20. Oktober 2015 auf Nachfrage von Golem.de: "Beim Broadband World Forum zeigen wir einen Ausblick auf Produktideen zu VDSL Bonding, Super Vectoring und G.fast. Konkrete Produktnamen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht spruchreif." Aus Kreisen von Chipherstellern hatte Golem.de erfahren, dass AVM schon lange Produkte für Super Vectoring und G.fast vorbereitet.

Das Broadband World Forum 2015 in London in dieser Woche, auf der AVM die Technik zeigt, ist laut einer Sprecherin ein "B2B-Event und AVM stehe dort im direkten Austausch mit deutschen und internationalen Internet Service Providern zu allen künftigen Technologien" .

Was Super Vectoring und G.fast können

Der chinesische Technologiekonzern Huawei stellte im November 2014 einen Prototyp für Supervector-Technologie vor. In Laborversuchen sei mit europäischen Festnetzbetreibern festgestellt worden, dass 400 MBit/s auf einer Kupferleitung von rund 300 Metern erreicht werden könnten. Das wäre die dreifache Datenübertragungsrate des bisher bei Betreibern eingesetzten VDSL2-Vectorings. Über 800 Meter seien noch 100 MBit/s möglich gewesen.

G.fast ist vergleichbar mit DSL, wobei aber wesentlich höhere Frequenzen für die Übertragung der Daten genutzt werden. Das heute handelsübliche VDSL2 der Deutschen Telekom nutzt Frequenzen bis 17 MHz, bei G.fast geht es um Frequenzen bis 212 MHz. Um bei hohen Frequenzen auf ungeschirmten Leitungen das Problem des Übersprechens zu lösen, braucht G.fast Vectoring.

Der Netzwerkausrüster Alcatel Lucent teilte Golem.de am 15. September 2015 seine aktuellen Angaben zu Datenraten für G.fast mit: Bis zu 150 MBit/s würden bei 250 Metern erreicht, bis zu 500 MBit/s bei 100 Metern und bis zu 1 GBit/s unter 100 Metern.

Der Netzwerkbetreiber Swisscom erreichte in einem Test mit Kunden in der Gemeinde Biberen in einem "realen Umfeld" zwischen 285 und 402 MBit/s im Downstream und 85 und 109 MBits/s im Upstream.


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