British Airways: IT-Probleme ließen einen Teil der Flotte am Boden

127 Flugstreichungen musste British Airways am 7. August 2019 um London herum vornehmen. Doch nicht etwa wegen Wetter oder Vulkanausbrüchen, sondern weil die IT-Systeme der Fluggesellschaft große Probleme hatten. Die Hardware war bereit, die Software aber nicht.

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Während Gatwick und Heathrow viele Probleme hatten, lief der Betrieb in London City normal. (Symbolbild)
Während Gatwick und Heathrow viele Probleme hatten, lief der Betrieb in London City normal. (Symbolbild) (Bild: Andreas Sebayang/Privat)

Am gestrigen 7. August musste British Airways stolze 117 Flüge in London Heathrow streichen, wie der Fernsehsender BBC berichtet. Weitere 10 Flüge betrafen London Gatwick, an dem British Airways ebenfalls eine Basis unterhält. London City war demnach nicht betroffen.

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Damit hat sich die Situation noch verschlimmert. Am gestrigen Vormittag sah es nach unseren Beobachtungen noch nach einer begrenzten Anzahl von Flugstreichungen, vor allem im Vereinigten Königreich, aus. Sichtbar war zudem, dass British Airways Kunden das Angebot einer Umbuchung machte, vermutlich um Last aus dem System zu nehmen, da die Fluggäste, die ihren Flug wahrnehmen müssen, natürlich auf die nächsten Flieger verteilt werden mussten. Da es einen Mittwoch betraf, typischerweise kein allzu stark ausgelasteter Tag im Luftverkehr, hätte dies mit geringen Auswirkungen noch aufgefangen werden können.

Doch die Probleme nahmen offenbar zu. 127 gestrichene Flüge bedeuten eine niedrige fünfstellige Anzahl an Fluggästen, die nicht wegkamen. Schließlich werden in Gatwick und Heathrow überwiegend Mittel- und Langstrecken-Jets abgefertigt. Dazu kommen zahlreiche Verspätungen, verpasste Anschlussflüge und ähnliches, also viel Ärger auch für diejenigen, die abfliegen konnten.

British Airways auf dem Weg zum Normalbetrieb

Einem morgendlichen Tweet des Unternehmens zufolge konnte das Problem mittlerweile behoben werden. Es kommt aber weiter zu Störungen. Das liegt daran, dass die Rückkehr zum Normalbetrieb nach solchen Ausfällen kaum durch Reserven ausgeglichen werden kann. Flugzeuge und auch Crews sind unter Umständen nicht dort, wo sie sein sollten und die Umlaufplanung gerät durcheinander. Insbesondere bei der Langstrecke kann das sehr problematisch sein. Hinzu kommt, dass der Luftraum rund um London Heathrow kaum mit mehr Maschinen gefüllt werden kann. Der Flughafen ist oft an seiner Kapazitätsgrenze. Da kann es dann passieren, dass Flugzeuge mitunter gar keine Starterlaubnis von entfernten Flughäfen bekommen, weil Heathrow sie nicht aufnehmen kann.

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Welche Verbindungen generell betroffen waren, ist unklar. Stichproben ergaben, dass die Langstrecke weitestgehend bedient wurde. Allerdings mit auffälligen, bisweilen drastischen Verspätungen. So hoben ab Heathrow von zwölf Maschinen nach New York nur zwei pünktlich ab. Fast alle Flugzeuge hatten um eine Stunde Verspätung. Eine Maschine sogar mehr als acht Stunden. Auch Flüge nach San Francisco oder Hong Kong waren betroffen. Flugstreichungen haben wir in der Stichprobe aber nicht entdeckt.

Diese betrafen vor allem Europa. Drei von sieben Flügen nach Berlin wurden beispielsweise gestrichen. Nach München waren es nur zwei von sieben. Der Rest hob verspätet ab. Nur Frankfurt musste nur einen von sechs Ausfällen hinnehmen mit einer Maschine, die sogar pünktlich losflog. Dagegen verlor Zürich die Hälfte seiner British-Airways-Verbindungen (drei von sechs).

Mit den Flugzeugen selber gab es keine Probleme. Es lag an der Software, die die Flieger am Boden ließ.

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