Britisches Kabinett: Die Apple Watch muss leider draußen bleiben

Die Minister des britischen Kabinetts dürfen während der Kabinettssitzungen künftig keine Apple-Smartwatches mehr tragen, wie The Telegraph(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Diese Maßnahme soll die neue Kabinettschefin, Premierministerin Theresa May, durchgesetzt haben – aus Angst vor Spionage.
Unter der vorherigen Führung durch Ex-Premier David Cameron hätten mehrere Minister die Apple Watch regelmäßig auch bei Kabinettssitzungen getragen, berichtet das Blatt. Das wird künftig nicht mehr erlaubt sein. Offenbar wird vor allem Russland verdächtigt, mitlauschen zu wollen. Der Telegraph zitiert eine ungenannte Quelle mit dem Ausspruch "Die Russen versuchen, alles zu hacken!"
Justizminister spielte Beyonce-Song ab
Möglicherweise ist das Verbot aber nicht nur auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen: In einer Sitzung soll der britische Justizminister Michael Gove aus Versehen einen Beyonce-Song gespielt haben. Seine Frau sagte dem Telegraph: "Er checkte heimlich seine E-Mails" , als eine Benachrichtigung kam, habe er aus Versehen an der falschen Stelle gedrückt und den Song abgespielt. Damals verwendete Gove allerdings noch keine Apple Watch, sondern eine Smartwatch von Pebble, die den Song dann über ein verbundenes Smartphone abgespielt haben soll.
Der Telegraph macht keine Angaben dazu, ob auch Smartwatches von anderen Herstellern von dem Verbot betroffen sind. Auswahl gäbe es ja, wie zum Beispiel die Samsung Gear S3, Pebble oder die Moto360. Der ganz große Hype im Smartwatch-Bereich scheint aber ohnehin erstmal vorbei zu sein. Die großen Hersteller von Android-Wear-Geräten machen erst einmal eine Pause bei neuen Geräten , der Markt ist im zweiten Quartal 2016 um rund ein Drittel eingebrochen .



