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Britischer Geheimdienst: DDoS-Angriffe gegen Anonymous

Mit DDoS-Angriffen ist der britische Geheimdienst GCHQ gegen Mitglieder des Anonymous-Kollektivs vorgegangen. Außerdem wurden sie ausspioniert, was zu mindestens einer Verhaftung führte.

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Der britische Geheimdienst hat DDoS-Angriffe gegen Hacker gefahren.
Der britische Geheimdienst hat DDoS-Angriffe gegen Hacker gefahren. (Bild: Johanna Leguerre/AFP/Getty Images)

Der britische Geheimdienst GCHQ hat offenbar mit DDoS-Angriffen versucht, die Aktivitäten von Anonymous zu durchkreuzen. Zudem versuchten die Geheimdienstmitarbeiter Kontakt zu Mitgliedern des Kollektivs aufzunehmen, sie auszuspionieren und ihre Identitäten herauszufinden. In mindestens einem Fall führte das zu einer Verhaftung und Verurteilung. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem US-Sender NBC aus der Dokumentensammlung von Edward Snowden zugespielt wurden.

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Die Angriffe erfolgten im Sommer 2011, nachdem Anonymous mit der Operation Payback und weiteren Aktionen gegen Paypal und andere Organisationen vorging. Die DDoS-Angriffe wurden gegen die IRC-Server gefahren, über welche die Mitglieder des Kollektivs kommunizierten. Die Aktion lief unter dem Namen "Rolling Thunder". Die Operation wurde von der Joint Threat Research Intelligence Group des GCHQ durchgeführt.

Spione fahnden nach Hacktivisten

Rolling Thunder war nur ein Teil einer konzertierten Aktion gegen Hacktivisten, zu denen das GCHQ auch Lulzsec, das A-Team oder die Syrian Cyber Army zählt. Unter dem Namen Operation Wealth wurden auch mutmaßliche Mitglieder dieser Gruppen über IRC angesprochen. Wurden sie als Mitglieder des Anonymous-Kollektivs identifiziert, bemühte sich das GCHQ, deren echte Namen und Adressen herauszufinden.

Dafür wurden auch VPN-Provider zur Herausgabe von Kundendaten gezwungen. Laut NBC versuchte sich der GCHQ auch in die Server der VPN-Provider zu hacken, wenn diese ihnen keine Zugangsinformationen zukommen ließen. In mindestens einem Fall führten die Aktionen des GCHQ zu einer Verhaftung. Das belegen die Snowden-Dokumente.

Alberne Aktion von Geheimdiensten

Mit dem Aktivisten GZero nahm ein Geheimdienstmitarbeiter Kontakt über IRC auf. Gzero wollte ein Botnet auf dem mutmaßlichen Netzwerk aufbauen, zu dem der Geheimdienstmitarbeiter Zugang hatte. GZero wurde später zu 26 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte unter anderem Informationen von 200.000 Paypal-Konten erbeutet und die Kreditkarteninformationen für das Bezahlen von Hotelrechnungen und Lieferdiensten verwendet. Die Unterlagen belegen auch, dass die Agenten Kontakt zu einem Aktivisten namens p0ke hatten, der wiederum mit Topiary bekannt war. Topiary wurde später wegen DDoS-Angriffen verurteilt. Unklar ist, ob seine Identität durch den Geheimdienst enttarnt wurde. P0ke hingegen wurde nie belangt.

Angriffe gegen Anonymous und andere Hacktivisten kämen einem Angriff auf Bürger gleich, die protestieren, sagte die Soziologie-Professorin und Anonymous-Beobachterin Gabriella Coleman zu NBC. Nur wenige der vielen tausend Anonymous-Mitglieder würden sich an illegalen Aktivitäten beteiligen. Der ehemalige Regierungsmitarbeiter Jason Healey kritisierte die Jagd nach jugendlichen Hackern durch Geheimdienste als Zeitverschwendung. Dadurch werde das Kollektiv nur aufgewertet. Healey nannte die Aktion "albern".



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Omnibrain 08. Feb 2014

Hi Sollte eher eine Anspielung auf das Death Note von Obama sein - der hat eins. Man wird...

Michael H. 07. Feb 2014

Wenn ich mich recht entsinne wurden doch ein paar jungs im utopischen Ausmaß verknackt...

crmsnrzl 07. Feb 2014

Feuer mit Feuer bekämpfen, wenn einem die Ideen ausgehen, hat Tradition :)

MKar 06. Feb 2014

allerdings privat. Seit letztem Jahr gibt es nun so eine Webseite in Natura, ging durch...

tingelchen 06. Feb 2014

Das Geheimdienste keine Lämmer sind, ist hinlänglich bekannt. Die primären Aufgaben von...


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