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Britische Geheimdienste: "Unsere Gegner reiben sich die Hände"

Die Chefs der britischen Geheimdienste stellen sich in einer öffentlichen Debatte der Kritik. Dabei greifen sie die Enthüllungen der Snowden-Dokumente scharf an.

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Die Chefs der britischen Geheimdienste: Andrew Parker (MI5), John Sawers (MI6) und Iain Lobban (GCHQ) (v. l. n. r.)
Die Chefs der britischen Geheimdienste: Andrew Parker (MI5), John Sawers (MI6) und Iain Lobban (GCHQ) (v. l. n. r.) (Bild: Reuters/UK Parliament via Reuters TV)

Die Chefs der britischen Geheimdienste befürchten durch die Veröffentlichung der Snowden-Dokumente große Nachteile bei der Terrorbekämpfung. "Es ist klar, dass sich unsere Gegner vor Freude die Hände reiben. El Kaida stürzt sich darauf und die nationale Sicherheit hat als Folge Schaden genommen", sagte der Chef des Auslandsgeheimdienstes MI6, John Sawers, am Donnerstag in London im Geheimdienstausschuss des Unterhauses bei einer Anhörung, die auch im Internet übertragen wurde. Medienberichten zufolge handelte es sich um die erste öffentliche Anhörung der Chefs von MI5, MI6 und GCHQ. Die intensive Kooperation des GCHQ mit dem US-Militärgeheimdienst NSA ist durch die Dokumente publik geworden, die der US-Whistleblower Edward Snowden an Journalisten übergeben hat. Vor allem die Berichte über das Ausspähprogramm Tempora hatten für Aussehen gesorgt.

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Nach Ansicht von GCHQ-Direktor Iain Lobban befindet sich das "zerbrechliche Mosaik der strategischen Fähigkeiten" in einer schwächeren Position als zu Beginn der Enthüllungsserie im Juni. Lobban berichtete, dass unter den Aufklärungszielen beinahe täglich über die Berichte zu den Geheimdienstaktivitäten diskutiert werde. "Wir haben Terrorgruppen im Mittleren Osten, in Afghanistan und anderswo in Südasien, die über die Enthüllungen mit typischen Begriffen diskutieren", sagte Lobban. Es sei beobachtet worden, dass in Terrorgruppen darüber diskutiert worden sei, wie angreifbare Kommunikationsmethoden vermieden werden könnten oder wie ausspähsichere Kommunikation genutzt werden könne. Er wolle den Schaden in der Öffentlichkeit aber nicht genauer angeben. Auf die Frage des Ausschussvorsitzenden Malcom Rifkind, ob das geänderte Verhalten der Terroristen direkt auf die Medienberichte zurückzuführen sei, sagte Lobban: "Absolut. Es ist eine direkte Folge. Das kann ich ausdrücklich sagen." Die Medienberichte würden die Arbeit der Geheimdienste auf Jahre hinaus erschweren.

Sehr viel Heu von unschuldigen Menschen

Lobban räumte ein, dass der GCHQ auch die Daten unbescholtener Bürger sammele. Wenn das Internet ein riesiges Heufeld sei, werde jedoch nur ein Haufen von einem kleinen Teil des Feldes gesammelt. "Wir sind uns dessen sehr bewusst, dass sich in diesem Heuhaufen sehr viel Heu von unschuldigen Menschen befindet, nicht nur von Briten, sondern auch von Ausländern." Die Suchabfragen seien jedoch so konzipiert, dass sie nur die Nadeln herausfischten und nicht das sie umgebende Heu. Er werde keine Leute einstellen, die harmlose E-Mails oder Telefongespräche durchleuchteten. Der GCHQ-Chef versicherte, dass alle Gesetze eingehalten würden.

In Großbritannien wird derzeit eine heftige Debatte über die Enthüllungen des Guardian in der NSA-Affäre diskutiert. Premierminister David Cameron hatte jüngst den Guardian und andere Medien bei den Berichten aus dem Archiv Snowdens zur gesellschaftlichen Verantwortung ermahnt, um einstweilige Verfügungen des High Court wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit und drastische Maßnahmen zu vermeiden. Mehr als 70 Bürgerrechtsorganisationen hatten in einem offenen Brief an Cameron davor gewarnt, im Umgang mit der NSA-Affäre fundamentale Bürgerrechte zu missachten. Die brititsche Wikileaks-Aktivistin und Snowden-Helferin Sarah Harrison hatte am Mittwoch angekündigt, aus Angst vor Repressalien nicht nach Großbritannien zurückzukehren und vorerst in Deutschland zu bleiben.



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Atalanttore 11. Nov 2013

Das hat wohl etwas mit Inzest zu tun, denn Neo-Nazis geben ähnliche "Gefahrenwarnungen...

Atalanttore 11. Nov 2013

Der Aufstieg von El Kaida in den Höhlen von Tora Bora kulminiert in entführte...

bernd71 11. Nov 2013

Wenn die US Administration wirklich vor hätte ihr Volk zu schützen dann würden sie ihnen...

sofias 08. Nov 2013

ein bürger der geheimdienste (oder jedes andere istitution die ihn beobachtet und sich...

Ben Stan 08. Nov 2013

Bäm, genau so ist es. Selbes mit Impfungen: Wer kann mir beweisen, dass man ohne Impfung...


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