Abo
  • Services:
Anzeige
Ein Händler im Londoner Finanzdistrikt macht ein besorgtes Gesicht nach dem Brexit.
Ein Händler im Londoner Finanzdistrikt macht ein besorgtes Gesicht nach dem Brexit. (Bild: Russell Boyce/Reuters)

Briten verlassen EU: IT-Wirtschaft erwartet Vor- und Nachteile durch Brexit

Ein Händler im Londoner Finanzdistrikt macht ein besorgtes Gesicht nach dem Brexit.
Ein Händler im Londoner Finanzdistrikt macht ein besorgtes Gesicht nach dem Brexit. (Bild: Russell Boyce/Reuters)

In einer historischen Abstimmung hat Großbritannien für den Austritt aus der EU gestimmt. Zwar sind die Folgen des Brexits noch nicht abzusehen, doch die IT-Wirtschaft rechnet dauerhaft mit eher negativen Auswirkungen. Berlin als Startup-Zentrum könnte jedoch profitieren.

Alle Appelle und Bitten haben nichts genützt: Die Bevölkerung Großbritanniens hat mit einer recht deutlichen Mehrheit von rund 1,3 Millionen Stimmen für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Demnach stimmten 52 Prozent der Wähler für den Brexit, 48 Prozent waren dagegen. Großbritannien ist damit das erste Land in der Geschichte der EU, das die Staatengemeinschaft verlässt. Die EU hat damit nur noch 27 statt 28 Mitgliedstaaten, verliert mit Großbritannien allerdings 65 der bislang 508 Millionen Bürger.

Anzeige

Die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Austritts sind derzeit noch nicht absehbar. Das gilt auch für die IT-Wirtschaft. Der Branchenverband Eco bedauerte in einer ersten Stellungnahme das Votum der Briten. "Die Entscheidung für den Brexit ist ein schwerer Rückschlag auf dem von der EU eingeschlagenen Weg hin zum einheitlichen digitalen Binnenmarkt", sagte Vorstandsmitglied Oliver Süme. "Einem fragmentierten Markt fehlt jede Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit Ländern wie die USA."

Berlin könnte London überflügeln

Der Verband schließt dabei nicht aus, dass beispielsweise die deutsche Startup-Szene von dem Austritt profitiert. So habe es bereits Spekulationen gegeben, dass Berlin nun London den Rang als wichtigster europäischer Standort für Startups ablaufen könnte, weil eine Gründung dort immer unattraktiver wird. So befürchten beispielsweise Personalfirmen, dass es aufgrund der veränderten Einreisebestimmungen schwieriger wird, qualifizierte IT-Mitarbeiter auf die Insel zu locken.

Dennoch geht Süme davon aus, dass die negativen Aspekte des Austritts überwiegen. Es könne nun zwei Jahre oder länger dauern, bis sich Großbritannien und die EU nach einem Austrittsantrag über die Details des Austritts geeinigt hätten. "Die schwierigen laufenden Verhandlungen um das Privacy-Shield-Abkommen mit den USA geben exemplarisch einen Eindruck, welcher Verhandlungsmarathon Europa jetzt auch mit England bevorsteht", sagte Süme. "Das bringt eine enorme Rechtsunsicherheit auch für Unternehmen aus der Internetwirtschaft mit sich - und damit voraussichtlich auch Umsatzrückgänge."

Lange Übergangsregelungen gefordert

Ähnlich hatte sich der IT-Verband Bitkom jüngst auf Anfrage von Golem.de geäußert. "Jedes Hemmnis für einen freien Austausch von Waren birgt damit die Gefahr, dass es auch zu Umsatzverlusten bei Anbietern in Deutschland kommt", hatte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder gesagt. Er forderte "ausreichend lange Übergangsregelungen, damit die Unternehmen sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen können".

Derzeit rangiere Großbritannien knapp hinter Frankreich auf Rang zwei der Liste der wichtigsten Exportmärkte für die Bitkom-Branche. So seien 2015 IT-Produkte im Wert von 2,9 Milliarden Euro auf die Insel geliefert worden. Ebenso wie Eco befürchtet Bitkom, dass ein zersplittertes Europa im Wettlauf der digitalen Märkte gegenüber Ländern wie den USA oder China weiter ins Hintertreffen geraten könnte.

Berlin könnte London bei Startups weiter abhängen 

eye home zur Startseite
NixName 09. Jul 2016

trauere...

heubergen 01. Jul 2016

Es gibt eingen ganz grossen und wichtigen Unterschied zwischen der EFTA und der EU: Die...

lottikarotti 27. Jun 2016

Du kennst das Zitat von Seehofer wohl nocht nicht? "Diejenigen die gewählt werden haben...

azeu 26. Jun 2016

Sind das Fragen oder Vorwürfe?

pythoneer 26. Jun 2016

Ein Präsenzquorum von 75% oder ein Konsensquorum von 10% hätte es nicht geschafft, wie...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Raum Köln
  2. Schaeffler, Herzogenaurach
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Telekom Deutschland GmbH, Bonn


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€ + 5,00€ Versand (USK 18)
  2. 5,99€
  3. (-15%) 33,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Betrugsverdacht

    Amazon Deutschland sperrt willkürlich Marketplace-Händler

  2. Take 2

    GTA 5 bringt weiter Geld in die Kassen

  3. 50 MBit/s

    Bundesland erreicht kompletten Internetausbau ohne Zuschüsse

  4. Microsoft

    Lautloses Surface Pro hält länger durch und bekommt LTE

  5. Matebook X

    Huawei stellt erstes Notebook vor

  6. Smart Home

    Nest bringt Thermostat Ende 2017 nach Deutschland

  7. Biometrie

    Iris-Scanner des Galaxy S8 kann einfach manipuliert werden

  8. Bundesnetzagentur

    Drillisch bekommt eigene Vorwahl zugeteilt

  9. Neuland erforschen

    Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin

  10. Squad

    Valve heuert Entwickler des Kerbal Space Program an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

Google I/O: Google verzückt die Entwickler
Google I/O
Google verzückt die Entwickler
  1. Neue Version im Hands On Android TV bekommt eine vernünftige Kanalübersicht
  2. Play Store Google nimmt sich Apps mit schlechten Bewertungen vor
  3. Daydream Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

  1. Re: Von EWE Tel enttäuscht.

    Aralender | 03:33

  2. Re: Wieso könnten Händler-Shops überhaupt...

    amagol | 03:04

  3. Re: "falsche" Gegend, "falsche" Adresse

    plutoniumsulfat | 02:01

  4. Re: LTE nachrüsten

    southy | 01:39

  5. Re: Geisteswissenschaften vs. Realität/Intelligenz

    Biteemee | 01:26


  1. 16:58

  2. 16:10

  3. 15:22

  4. 14:59

  5. 14:30

  6. 14:20

  7. 13:36

  8. 13:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel