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Ein Händler im Londoner Finanzdistrikt macht ein besorgtes Gesicht nach dem Brexit.
Ein Händler im Londoner Finanzdistrikt macht ein besorgtes Gesicht nach dem Brexit. (Bild: Russell Boyce/Reuters)

Berlin könnte London bei Startups weiter abhängen

Schwer abzuschätzen ist derzeit auch die Frage, inwieweit außereuropäische IT-Firmen ihre europäischen Firmenzentralen und Rechenzentren möglicherweise von Großbritannien in EU-Staaten verlagern. Gerade was den Datenschutz betrifft, kann der Standort der Datenverarbeitung künftig eine stärkere Rolle spielen. Prinzipiell erschwert es aber außereuropäischen Firmen künftig den Zugang zum europäischen Markt, wenn es zwischen Großbritannien und der EU unterschiedliche Datenschutzkriterien und andere Rechtsvorschriften gibt. Die Anstrengungen für einen gemeinsamen digitalen Binnenmarkt werden durch den Brexit konterkariert.

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Nachtrag vom 24. Juni 2016, 11:00 Uhr

Der Risikokapitalgeber German Startups Group erwartet positive Auswirkungen des Brexits auf Deutschland als Standort für IT-Startups. "Der Brexit ist eine gute Nachricht für die deutsche Startup-Szene", sagte Firmenchef Christoph Gerlinger. So sei Berlin im vergangenen Jahr bei Anzahl und Gesamtvolumen der Finanzierungstransaktionen von Startups an dem zuvor in Europa dominanten Standort London vorbeigezogen. Nun werde sich diese Entwicklung beschleunigen und der Abstand von Berlin auf London zügig vergrößern. "Wir rechnen sowohl mit der deutlichen Verringerung der Neuansiedlung von Startups in London zu Gunsten von Berlin als auch mit dem Zuzug erfolgreicher Londoner Startups", sagte Gerlinger.

Bitkom rechnet in einer aktuellen Stellungnahme hingegen damit, dass es nach dem Brexit vor allem für Dienstleister und Startups schwerer wird. "Es ist zu erwarten, dass sich Großbritannien von den Standards des digitalen Binnenmarkts entfernen wird. Für Unternehmen aus Deutschland bedeutet das, dass sie sich mit abweichenden Regeln in Großbritannien beschäftigen müssen. Gerade für Mittelständler und Start-ups ist das oft kaum möglich", sagte Rohleder.

Britische Wirtschaft sorgt sich um Mitarbeiter

Trotz des Austritts müsse ein gemeinsamer digitaler Binnenmarkt das Ziel bleiben. "International einheitliche Regeln sind die Grundvoraussetzung für eine funktionierende und leistungsfähige digitale Wirtschaft", sagte Rohleder. Der Verband erwartet besondere Nachteile für Privatverbraucher in Großbritannien. Strenge Regeln für den Datenschutz, den Verbraucher- und den Umweltschutz seien stets von der EU ausgegangen und hätten oft gegen den Widerstand der Vertreter Großbritanniens durchgesetzt werden müssen. Diese Regelungen würden nun infrage gestellt, sagte Rohleder.

Die britische Wirtschaft zeigte sich bereits besorgt, dass ihre Mitarbeiter aus EU-Staaten nun das Land verlassen müssten. Simon Walker von der Managervereinigung Institute of Directors forderte: "Die Regierung muss sofort eine Garantie aussprechen, dass alle EU-Bürger, die sich derzeit in Großbritannien befinden, ein Aufenthaltsrecht bekommen. Britische Unternehmen sollen sich keine Gedanken darüber machen müssen, ihre wertvollen Mitarbeiter zu verlieren."

 Briten verlassen EU: IT-Wirtschaft erwartet Vor- und Nachteile durch Brexit

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NixName 09. Jul 2016

trauere...

heubergen 01. Jul 2016

Es gibt eingen ganz grossen und wichtigen Unterschied zwischen der EFTA und der EU: Die...

lottikarotti 27. Jun 2016

Du kennst das Zitat von Seehofer wohl nocht nicht? "Diejenigen die gewählt werden haben...

azeu 26. Jun 2016

Sind das Fragen oder Vorwürfe?

pythoneer 26. Jun 2016

Ein Präsenzquorum von 75% oder ein Konsensquorum von 10% hätte es nicht geschafft, wie...



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