Verschiedene Speicherkonzepte

Bis Mitte des Jahrhunderts sollen nach dem Willen der Bundesregierung 80 Prozent unseres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Dazu bedarf es aber Speicher wie der von EWE geplanten. Der Energieversorger entwickle deshalb Lösungen, um erneuerbare Energien flexibel zu integrieren, sagt Hervieu.

Stellenmarkt
  1. Wirtschaftsinformatiker (m/w/d)
    Westfalen Medical GmbH, Siegen
  2. Software Developer (m/w/d) mit Schwerpunkt Computer Vision/AI
    RoBoTec PTC GmbH, Bremen
Detailsuche

Die Speicher müssen dabei in der Lage sein, schnell Strom zur Verfügung zu stellen. Eine bisher bewährte Technik sind Pumpspeicherkraftwerke: Steht Strom zur Verfügung, wird Wasser in ein höhergelegenes Reservoir gepumpt. Wird Strom benötigt, wird das Wehr geöffnet, das Wasser stömt zu Tal und treibt eine Turbine an. Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel testet seit 2016 eine abgewandelte Form eines Pumpspeichers auf dem Grund des Bodensees.

Einen Redox-Flow-Netzspeicher hat vor einigen Monaten das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal bei Karlsruhe in Betrieb genommen. Er soll den Strom von einem Windrad und mehreren Solarmodulen speichern. So soll sich der Ort selbst mit Strom versorgen können. Der Speicher enthält 650.000 Liter Vanadium-basierte Elektrolyte. Er hat eine Kapazität von 20 Megawattstunden und ist damit aktuell der größte Stromspeicher Deutschlands.

Ein Redox-Flow-Akku soll 25 Jahre halten

Ein Redox-Flow-Akku hat gegenüber einem Lithium-Ionen-Akku einige Vorteile: So kann er die elektrische Energie über einen längeren Zeitraum ohne große Verluste speichern. Außerdem schafft dieser Akkutyp mehr Ladezyklen: Mehr als 15.000 seien theoretisch möglich, sagt Hervieu. Angestrebt seien sogar 20.000 Zyklen. Das bedeute, der Akku halte, wenn er zwei Mal pro Tag ge- und entladen werde, rund 27 Jahre. Ein Lithium-Ionen-Akku hält etwa 5.000 Ladezyklen.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    06.-10.03.2023, virtuell
  2. Grundlagen für Virtual Reality mit Unreal Engine: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.05.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dennoch sind viele Netzspeicher konventionelle Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch in mobilen elektronischen Geräten oder in Elektroautos verbaut sind. Der US-Hersteller Tesla hat einige dieser Speicher aufgebaut, in Kalifornien beispielsweise oder auf der Pazifikinsel Ta'ū. Den ersten Speicher in Europa hat Tesla vor wenigen Wochen in Betrieb genommen.

Aufsehen erregt hat eine Anlage im Süden Australiens, die Tesla im vergangenen Jahr in wenigen Monaten errichtete . Es ist der größte Speicher dieser Art, und er half wenige Wochen nach der Fertigstellung bereits, nach einem Kraftwerksausfall die lokale Stromversorgung aufrechtzuhalten.

Es gibt aber auch andere Techniken, elektrische Energie zu speichern: In Cuxhaven, wo etwa die Hälfte der Jahresenergieleistung mit Windkraft, Sonnenenergie und Biogas gedeckt wird, werden Kühlhäuser als Energiespeicher eingesetzt: Steht viel Windstrom zur Verfügung, werden sie deutlich stärker als normal gekühlt. Das ermöglicht es, sie bei Flaute oder in Spitzenzeiten von der Stromzufuhr zu trennen. In den USA hat das US-Unternehmen Beacon Power vor einigen Jahren einen Schwungradspeicher gebaut, in dem elektrische Energie kurzzeitig in Form von kinetischer Energie gespeichert werden kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Polymere machen unabhängig
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Ach 23. Jul 2018

Salz im Grundwasser wäre ziemlich schlecht. Über die Polymere weiß ich leider auch nicht...

Ach 23. Jul 2018

Ich schätze, da besteht ein kleines Missverständnis : Dies ist kein Trollwettbewerb...

Ach 17. Jul 2018

Die Rasierklingen unter den Achselhöhlen dürfen jetzt wieder hervorgeholt werde, man hat...

Anonymer Nutzer 17. Jul 2018

Von Salzspeichern habe ich mit keinem Wort gesprochen, ich bevorzuge ohnehin Power2Gas...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Telekom-Internet-Booster
Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt

Der Hybridzugang, bei dem der Router die Datenrate aus Festnetz und 5G-Mobilfunknetz aggregiert, wurde schon lange erwartet. Jetzt liefert die Telekom.

Telekom-Internet-Booster: Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt
Artikel
  1. Elektroauto: Tesla mit Schilderkennung und neuer Lenkradheizung als Update
    Elektroauto
    Tesla mit Schilderkennung und neuer Lenkradheizung als Update

    Teslas Software-Update 2023.2.0.5 bringt eine Schilderkennung für Tempolimits sowie eine automatisch regulierte Lenkradheizung.

  2. Rückgang des PC-Markts: Intel beendet 2022 mit einem Verlust
    Rückgang des PC-Markts
    Intel beendet 2022 mit einem Verlust

    Der Absatzschwung am PC-Markt wirkt sich weiter auf die Umsätze des Prozessor-Herstellers aus. Weitere Entlassungen könnten folgen.

  3. Projekt Phoenix: Microsoft will seinen Browser Edge besser machen
    Projekt Phoenix
    Microsoft will seinen Browser Edge besser machen

    Phoenix heißt das interne Microsoft-Projekt, mit dem ein überarbeiteter Edge-Browser entstehen soll.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Gaming-Stuhl Razer/HP bis -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /