Brimstone Energy: Startup will klimaneutralen Zement aus Silikaten herstellen

Der Investmentfonds von Bill Gates unterstützt die Firma Brimstone Energy bei der Entwicklung einer neuen Zementproduktionsmethode.

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Die Produktion von Zement und Beton verursacht bisher große Mengen an Treibhausgasen.
Die Produktion von Zement und Beton verursacht bisher große Mengen an Treibhausgasen. (Bild: Salil Kumar Mukherjee/Wikimedia Commons/CC-BY 4.0)

Das Startup Brimstone Energy, das klimaneutralen Zement produzieren möchte, erhält 55 Millionen US-Dollar Investitionskapital von zwei Investmentfonds. Zu den Investoren gehört Breakthrough Energy Ventures, ein von Bill Gates initiierter Investmentfonds für Klimaschutztechnologien. Brimstone Energy plant, Zement mit Hilfe von Kalziumsilikat herzustellen, was die üblicherweise bei der Zementherstellung entstehenden Prozessemissionen vermeiden könnte.

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Bei der Zementherstellung entstehen große Mengen Kohlendioxid. Die Zementindustrie ist damit für etwa acht Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Bisher gibt es keine Technologie, mit der sich diese Emissionen vermeiden lassen.

Zement wird aus Kalkstein hergestellt, der Kohlenstoff enthält. Bei der Produktion von Zementklinker wird der Kalk zu Kalziumoxid und es entsteht Kohlendioxid. Diese Prozessemissionen sorgen dafür, dass die Zementherstellung selbst dann Emissionen produzieren würde, wenn man die Energie komplett aus sauberen Quellen bereitstellen würde.

Bisher keine Technologie für klimaneutralen Zement verfügbar

Bisherige Ansätze, um Zement klimafreundlicher zu machen, erreichen nur, dass die Emissionen reduziert werden. Versuche, auf chemisch völlig andere Materialien zu setzen und beispielsweise Magnesiumverbindungen zu nutzen, gab es ebenfalls, sie konnten sich aber nicht durchsetzen. Es bleibt die Möglichkeit, die Emissionen mittels Carbon-Capture-and-Storage-Technologie (CCS) abzufangen, doch auch hier gibt es bisher nur wenige konkrete Projekte.

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Der Ansatz von Brimstone Energy würde, wenn er funktioniert, gewöhnlichen Portland-Zement herstellen. Chemisch wäre es also dasselbe Produkt, das klassische Zementwerke herstellen. Doch als Rohstoff kommt Kalziumsilikat zum Einsatz. Davon gibt es reichlich: Ein Großteil der Erdkruste besteht daraus.

Kalziumsilikat enthält keinen Kohlenstoff, daher würde man die Prozessemissionen vermeiden. Brimestone Energy plant außerdem, Materialien, die Zement beigemischt werden, als Nebenprodukt herzustellen. Dafür wird bislang Flugasche aus Kohlekraftwerken oder Schlacke aus Stahlwerken genutzt - ebenfalls keine klimafreundlichen Optionen.

Weiterhin entstehen bei dem Prozess von Brimestone Energy Magnesiumverbindungen, die Kohlenstoff binden. Sprich: Im Idealfall könnte der Prozess sogar Negativemissionen erreichen.

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Haukeeee 02. Mai 2022

Allerdings hauptsächlich für Innendämmung. Nachteil: unheimlich teuer. Die müßten also...

Eheran 01. Mai 2022

Zement kommt aus dem Baumarkt, alles geklärt. Nein, natürlich nicht. Hier geht es genau...

ElMario 01. Mai 2022

Wollen jetzt DOCH alle die Welt retten oder ist das GreenWashing wie mit der MS Ocean...

series3 01. Mai 2022

Keine Ahnung, ich hab null Ahnung davon und wollte was dummes schreiben. Schönen Sonntag!



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