Brille verlässt Betastadium: Verkauf von Google Glass wird eingestellt

Google stellt das Explorerprogramm für seine Computerbrille Glass am 19. Januar 2015 offiziell(öffnet im neuen Fenster) ein. Das Unternehmen will einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) zufolge die Brille aus der Verantwortung der Entwicklungsabteilung Google X herausnehmen und in eine eigene Abteilung überführen, um sie für den Massenmarkt fit zu machen.

Die neue Abteilung soll von Googles Glass-Projektleiterin Ivy Ross geleitet werden, die strategische Verantwortung übernimmt Tony Fadell. Fadell gründete die Rauchmelderfirma Nest, die Google übernahm. Fadell war auch maßgeblich an der Entwicklung von Apples iPod beteiligt.

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Nach Einschätzung des Wall Street Journals ist der Schritt ein Zeichen dafür, dass Google einen Strategiewechsel vornimmt und die Weiterentwicklung der Brille ohne öffentliche Betatests plant und erst dann wieder vorzeigt, wenn das Produkt nach Ansicht von Google verkaufsfertig ist. Kommende Versionen sollen günstiger sein, eine längere Akkulaufzeit und eine bessere Tonwiedergabe aufweisen. Ein besseres Display solle es laut Aussage von Ivy Ross auch geben, berichtet das WSJ.







Der Schritt, den Verkauf von Google Glass erst einmal wieder einzustellen, zeichnete sich schon länger ab. Ursprünglich wollte Google die Datenbrille schon ab 2013 vertreiben, verkündete dann aber im Frühjahr 2013, damit erst im Jahr 2014 zu beginnen. Googles zögerliches Verhalten sorgte laut einem Reuters-Bericht vom November 2014 dafür, dass einige Firmen die Entwicklung von Glass-Apps pausiert oder ganz eingestellt haben.
Entwickler und Tester konnten seit einer Weile eine Betaversion der Datenbrille Glass Explorer Edition kaufen - zum stolzen Preis von 1.500 US-Dollar. Die Glass hat über dem rechten Auge ein kleines Display und ist mit einer Kamera und einem Mikrofon bestückt. Mit der Kamera lassen sich nahezu unbemerkt Fotos machen. Die Brille kann per WLAN eine Internetverbindung aufbauen und darüber Zusatzinformationen beziehen, die dann im Display erscheinen.



