Abo
  • Services:
Anzeige
Yahoo will über Überwachung sprechen dürfen.
Yahoo will über Überwachung sprechen dürfen. (Bild: Daniel Zuchnik/Getty Images)

Brief an James Clapper: Yahoo will geheime Überwachung offenlegen dürfen

Yahoo will über Überwachung sprechen dürfen.
Yahoo will über Überwachung sprechen dürfen. (Bild: Daniel Zuchnik/Getty Images)

Seit der Aufdeckung der geheimen E-Mailüberwachung von Yahoo steht das Unternehmen für seine Kooperation mit den US-Behörden in der Kritik. Jetzt hat das Unternehmen den US-Geheimdienstchef um Erlaubnis gebeten, die Details veröffentlichen zu dürfen.

Der IT-Konzern Yahoo möchte seine Nutzer über die Details der umstrittenen E-Mail-Überwachung in den vergangenen Jahren informieren dürfen, wie das Unternehmen in seinem Policy-Blog schreibt. Das Unternehmen fordert den US-Direktor für Nationale Geheimdienste, James Clapper, in einem Brief [PDF] dazu auf, die entsprechenden Geheimhaltungsanordnungen aufzuheben.

Anzeige

Wenn US-Unternehmen unter Vorgaben der nationalen Sicherheitsgesetze, etwa der umstrittenen Sektion 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act (Fisa), zur Überwachung von Nutzern oder der gesamten Infrastruktur verpflichtet werden, wird dies meist von einer Geheimhaltungsanordnung (Gag-Order) begleitet. Diese werden oft erst nach langem juristischem Streit wieder aufgehoben.

Der Brief bezieht sich auf Medienberichte, denen zufolge Yahoo auf Anordnung der US-Regierung die eigenen Systeme umgebaut hat, um verdächtige "digitale Signaturen" in E-Mails zu finden. Die technischen Hintergründe sind unklar, zuletzt wurde behauptet, dass Yahoo manipulierte Kernel-Module eingesetzt habe, um den gesamten Traffic des Unternehmens, also zum Beispiel auch Daten aus dem Bilderdienst Flickr, zu durchsuchen.

Yahoo schreibt: "Wir verstehen die Notwendigkeit, bestimmte Bereiche von Ermittlungen geheim zu halten, wenn es der öffentlichen Sicherheit oder der nationalen Sicherheit dient." Transparenz sei aber von enormer Wichtigkeit, um die Regierung zur Verantwortung ziehen zu können. Dies gelte vor allem für Instrumente wie Fisa.

Yahoos Sicherheitsteam ging von Angriff aus

Yahoos eigenes Sicherheitsteam hatte die Veränderungen im Code gefunden und war zunächst von einem externen Angriff ausgegangen. Zahlreiche Mitarbeiter des Teams, unter anderem der ehemalige Sicherheitschef Alex Stamos, sollen daraufhin das Unternehmen verlassen haben.

Die Auseinandersetzungen um die geheime Überwachung und den von Yahoo lange Zeit verschwiegenen Hack von 500.000 Nutzerdaten sind für das ohnehin schwächelnde Unternehmen existenzbedrohend, auch der Verkauf an Verizon ist gefährdet, oder könnte deutlich weniger Geld einbringen, als geplant. Mit der Maßnahme will das Unternehmen also vor allem Vertrauen zurückgewinnen. Dazu heißt es in dem Brief: "Wenn das Vertrauen verloren geht, betrifft, dass die Sicherheit von Menschen in der ganzen Welt und untergräbt den Glauben an US-Unternehmen sowohl in den USA als auch außerhalb unserer Grenzen."


eye home zur Startseite
Truster 21. Okt 2016

OT: Danke für den Tipp :-)

MrAnderson 20. Okt 2016

Naja, vllt. gibts ja mal nen Leak von jemanden von Google oder MS. Ich hoffe doch, ich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ENERCON GmbH, Aurich
  2. Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH, Potsdam
  3. Thalia Bücher GmbH, Berlin
  4. USU AG, Möglingen bei Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€
  2. 4,99€
  3. 11,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes


  1. Matrix Voice

    Preiswerter mit Spracherkennung experimentieren

  2. LTE

    Telekom führt Narrowband-IoT-Netz in Deutschland ein

  3. Deep Learning

    Wenn die KI besser prügelt als Menschen

  4. Firepower 2100

    Cisco stellt Firewall für KMU-Bereich vor

  5. Autonomes Fahren

    Briten verlieren Versicherungsschutz ohne Software-Update

  6. Kollisionsangriff

    Hashfunktion SHA-1 gebrochen

  7. AVM

    Fritzbox für Super Vectoring weiter nicht verfügbar

  8. Nintendo Switch eingeschaltet

    Zerstückelte Konsole und gigantisches Handheld

  9. Trappist-1

    Der Zwerg und die sieben Planeten

  10. Botnetz

    Wie Mirai Windows als Sprungbrett nutzt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

  1. Re: Alles eine Frage der Erwartungen

    Wurzelgnom | 19:25

  2. Re: xD ein Smart für 22.000¤

    narfomat | 19:23

  3. Re: Gehashte Passwörter generell unsicher

    amagol | 19:22

  4. Re: Wegwerfauto

    ckerazor | 19:18

  5. Re: Ohne Cloud-Gedöns sinnvoll nutzbar?

    narfomat | 19:18


  1. 17:37

  2. 17:26

  3. 16:41

  4. 16:28

  5. 15:45

  6. 15:26

  7. 15:13

  8. 15:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel