Brickit ausprobiert: Lego scannen einfach gemacht?

Mit Kamera und Bilderkennung kann Brickit Lego digital einscannen. Das ist es aber nicht, was die App so praktisch macht.

Ein Hands-on von veröffentlicht am
Brickit scannt die eigene Legosammlung ein.
Brickit scannt die eigene Legosammlung ein. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

"Die allesverschlingende Legokiste": So nannten mein Bruder und ich die Legosammlung unserer Kindheit. Der Grund: Fiel dort einmal ein bestimmtes Legoteil hinein, war es fast unmöglich, dieses wiederzufinden. Das war vor mehr als 20 Jahren.

Inhalt:
  1. Brickit ausprobiert: Lego scannen einfach gemacht?
  2. Welche Legosteine habe ich?

In der heutigen Zeit gibt es Apps und Programme, die genau dieses Problem lösen sollen. Ein Beispiel ist Brickit, eine zurzeit nur für iOS verfügbare App mit einem Steinescanner. Sie funktioniert so: Wir halten unser iPhone oder iPad mit der Kamera über unseren Steinehaufen. Die Software analysiert dann mittels Bilderkennung Form und Konturen einzelner Steine und zeigt uns diverse Bauideen an, die wir mit den Steinen zusammenstecken können. Das soll die Suche nach Steinen erleichtern und uns gleichzeitig Ideen geben, die wir mit unseren gescannten Steinen umsetzen können.

Allein, die Scan-Funktion macht uns dann doch skeptisch: Einen großen Steinehaufen zu scannen, der aus der "allesverschlingenden Legokiste" stammt? Das kann doch nicht sehr genau sein. Es stellt sich heraus: Ist es auch nicht. Dafür gibt es andere Dinge an der App, die uns wirklich gefallen. Dazu später mehr.

Ungenaue Scans und tolle Archivierung

Zunächst einmal schauen wir uns den Scanner an. Vor dem Fotografieren müssen wir unseren Legohaufen möglichst weit ausbreiten. Große Teile wie Grundplatten, Zugkanzeln, größere Fenster und andere sollten wir zuvor vom Haufen entfernen, um so viele kleine Steine wie möglich scannen zu können.

  • Die App scannt Steine und gibt Vorschläge. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die vorgeschlagenen Sets stammen aus dem Lego-Sortiment.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die vorgeschlagenen Sets stammen aus dem Lego-Sortiment.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind dabei.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auch unsere vorhandene Sammlung manuell archivieren.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auch unsere vorhandene Sammlung manuell archivieren.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die App zeigt alle Legoteile an, die in Sets enthalten sind.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • So wächst unsere digitale Sammlung schnell an.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf dieser Basis gibt es mehr Ideevorschläge.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir finden auch sehr altes Lego.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Etwa den tollen Rock Raiders Loader Dozer aus der Kindheit.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Steine werden oft falsch erkannt.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hier wird eine Lücke als Kachel erkannt.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Uralte Lego-Sets sind auffindbar.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir scannen Legosteine mit dem iPad.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Die App scannt Steine und gibt Vorschläge. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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Allein hier ergibt sich bereits ein Problem: Bei einem kleinen Legohaufen mag das Ausbreiten noch funktionieren. Unsere in der Kindheit angehäufte Sammlung aus drei Kisten ist dafür allerdings viel zu groß. Wir müssen hier also mehrere kleine Haufen bilden und diese gleichmäßig ausbreiten. Dieser Prozess dauert und lässt uns direkt daran denken, dass der Scan eigentlich Zeit und Mühe einsparen sollte, statt noch mehr Zeit und Mühe zu kosten.

Mehr Arbeit als Spaß

Halten wir die Regeln nicht genau ein, dann ist der Scanner zudem sehr ungenau. In unserem kurzen Test wurden Steine als Kacheln oder sogar die dreieckigen Lücken zwischen Steinen als weitere Steine erkannt. Kurzum: Wir bekommen ein falsches Verständnis unserer Sammlung. Auch schlägt uns das Programm entsprechend Ideen vor, die wir eigentlich gar nicht bauen können - schließlich werden Steine oft nicht richtig erkannt.

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Dabei ist es wirklich toll, wenn wir für unsere eingescannten Steine diverse Bauideen samt Schritt-für-Schritt-Anleitung erhalten. Das Entwicklerteam bindet hier real existierende Legosets ein und schlägt diverse Bauanleitungen vor - je nachdem, welche Steine hier erkannt wurden.

  • Die App scannt Steine und gibt Vorschläge. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die vorgeschlagenen Sets stammen aus dem Lego-Sortiment.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die vorgeschlagenen Sets stammen aus dem Lego-Sortiment.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind dabei.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auch unsere vorhandene Sammlung manuell archivieren.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auch unsere vorhandene Sammlung manuell archivieren.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die App zeigt alle Legoteile an, die in Sets enthalten sind.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • So wächst unsere digitale Sammlung schnell an.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf dieser Basis gibt es mehr Ideevorschläge.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir finden auch sehr altes Lego.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Etwa den tollen Rock Raiders Loader Dozer aus der Kindheit.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Steine werden oft falsch erkannt.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hier wird eine Lücke als Kachel erkannt.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Uralte Lego-Sets sind auffindbar.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir scannen Legosteine mit dem iPad.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind dabei. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Während des Bauens können wir innerhalb der digitalen Anleitung jederzeit auf das aufgenommene Foto samt markierter Steine navigieren. Die Theorie ist, dass dies beim Suchen und Finden einzelner Teile im riesigen Haufen helfen soll. Durch den oft ungenauen Scan ist das jedoch, wie gesagt, keine allzu große Hilfe.

Wir können die App aber auch zum Katalogisieren unser Sammlung verwenden. Und hier sehen wir sogar einen wirklich großen Nutzen.

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Welche Legosteine habe ich? 
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ElTentakel 28. Jul 2021

Nein, Lego hat die Markenrechte für den Noppensten gesichert und mahnt jeden ab, der...

ElTentakel 28. Jul 2021

ja, die sind extrem gut - tatsächlich würde es mit am meisten bringen, wenn man einzelne...

googie 27. Jul 2021

Mein Problem mit der App ist, dass sie mir nur Bauvorschläge für die vorhandenen Teile...

JouMxyzptlk 26. Jul 2021

Damit bekommt man erst mal eine grobe Vorsortierung nach Größe. Muss, je nachdem...

GMCentral 26. Jul 2021

Und mein ganzes Lego die Tage mal Fotografieren^^



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