Brian Krzanich: Neuer Intel-Chef will Entwicklung persönlich kontrollieren

Nur Tage, nachdem Brian Krzanich zum CEO von Intel wurde, beginnt die Reorganisation: Außer der Fertigungssparte will Krzanich alle Abteilungen direkt kontrollieren und die Entwicklung neuer Geräte vorantreiben.

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Intels neuer Chef Brian Krzanich
Intels neuer Chef Brian Krzanich (Bild: Intel)

Aus Unternehmenskreisen hat die Nachrichtenagentur Reuters erfahren, dass Intels neuer CEO Brian Krzanich seinem Unternehmen eine umfassende Neustrukturierung verordnet hat. Dazu soll der Otellini-Nachfolger bereits am vergangenen Montag eine E-Mail an alle Angestellten verschickt haben.

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Darin kündigt Krzanich an, dass Intel künftig mehr auf die Wünsche seiner direkten Kunden hören wolle und schneller reagieren soll. Gemeint sind damit die Gerätehersteller, nicht die Endverbraucher. Wie Reuters aus anderer Quelle erfahren hat, wird dazu auch eine neue Abteilung namens "new devices" gegründet.

Die bisherigen Abteilungen für die Produktentwicklung, die Intel-Vize David Perlmutter leitete, sollen künftig von Krzanich persönlich geleitet werden. Perlmutter, der auch als möglicher CEO gehandelt worden war, wird damit faktisch entmachtet. Welche Rolle er künftig bei Intel einnimmt, soll nach der Übergabe seiner Verantwortungsbereiche entschieden werden.

Einen wichtigen Bereich will Krzanich nicht selbst leiten: die Fertigung der Halbleiter in Intels eigenen Chipfabriken. Diese Sparte, in der Krzanich vor über 30 Jahren bei Intel seine Tätigkeit begonnen hat, wird künftig von der neuen Präsidentin Renée James geführt. Die frühere Leiterin von Intels Softwaresparte soll zudem auch die strategische Planung übernehmen. Ein Sprecher von Intel bestätigte die in der E-Mail gemachten Angaben gegenüber Reuters.

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Damit ergibt sich der Eindruck einer Doppelspitze: Krzanich will die direkte Kontrolle über alle Produkte, die Intel herstellt, um die Fertigung kümmert sich James. Die bisherige Zwischenschicht in der Hierarchie von Intel mit seinen vielen Vizepräsidenten verliert an Einfluss.

Vor allem bei den mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets hat Intel viele Chancen verpasst, das soll sich nun unter Krzanich offenbar ändern. Sein Vorgänger Paul Otellini bestätigte nach seinem Rücktritt vom Posten des CEO in einem Interview, dass es in der Konzeptionsphase des ersten iPhones Gespräche zwischen Apple und Intel gab. Der Chiphersteller lehnt den möglichen Auftrag aber ab, weil die Produktionskosten über dem Preis lagen, den Apple zahlen wollte.

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