Brian Krebs: Wer die Hersteller des IoT-DDoS-Botnets sind

Das IoT-DDoS-Botnetz Mirai sorgt derzeit für die größten bekannten DDoS-Angriffe mit einer Kapazität von mehr als 1 Tbit/s. Der Sicherheitsforscher Brian Krebs hat analysiert, wer die unsicheren Geräte herstellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Standardzugangsdaten für IP-Kameras von Mobotix sind im Quellcode des Mirai-Botnetzes enthalten.
Standardzugangsdaten für IP-Kameras von Mobotix sind im Quellcode des Mirai-Botnetzes enthalten. (Bild: Mobotix)

Der Sicherheitsforscher Brian Krebs hat Details zum Botnet veröffentlicht, dass seine Webseite vor zwei Wochen angegriffen hat. Zuvor wurde der Quellcode des Botnets in einem Hackerforum veröffentlicht, was eine genauere Analyse der verwendeten Taktiken ermöglicht.

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Die Malware scannt offenbar das Netz nach Geräten ab, die mit Standardeinstellungen und ohne Firewall betrieben werden. Auch Network Adress Translation (Nat) hilft nicht immer, weil einige Geräte Portfreigaben über Upnp (Universal Plug and Play) einrichten und somit trotzdem über das Internet auffindbar sind.

Bei den Geräten handelt es sich vor allem um IP-Kameras verschiedener Hersteller, darunter Dahua, Hisilicon, Mobotix und Shenzhen Anran Security Camera. Aber auch Geräte bekannterer Hersteller sind darunter, unter anderem eine Kamera von Toshiba, ein Router von ZTE und Realtek und Xerox-Drucker.

Unsichere Standardcredentials

Allen Geräten gemein ist, dass sie fest eingestellte Kombinationen aus Nutzername und Passwort verwenden. Diese können in der Regel von Nutzern geändert werden, was aber in der Praxis wohl nur wenige Anwender wirklich tun, wenn der Hersteller sie nicht zur Vergabe eines eigenen Passwortes zwingt. Einige Hersteller wollen die Nutzer aber künftig auffordern, eigene sichere Passwörter zu wählen.

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Insgesamt soll es nach Angaben von Krebs Nutzernamen und Passwortkombinationen für 69 verschiedene Geräte geben. Die Malware wird in den Speicher der Kameras oder anderer verwundbarer Geräte geschrieben, ist aber nicht persistent. Nach einem Neustart ist die Schadsoftware also nicht mehr aktiv, allerdings soll es so viele Scans geben, dass Geräte teilweise bereits 5 Minuten nach dem Neustart erneut infiziert werden.

Die Malware nutzt laut Malwaretech einen Fehler in Busybox aus, und versucht dann, alle Prozesse auf den Ports 22, 23 und 80 zu blockieren, um dem eigentlichen Eigentümer des Gerätes den Zugriff zu verweigern. Dann wird der eigentliche Angriff per Syn-Flood und mit HTTP-Get-Requests gestartet.

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M.P. 06. Okt 2016

Den gleiche Typ von Gewerbeschein, wie Brandsatzbauer für Schutzgelderpresser ... Die...

M.P. 05. Okt 2016

Du meinst also, das Internet ist irgendwann so leistungsstark, daß es in fünf...

AlexanderSchäfer 04. Okt 2016

Selbst wenn man die Logindaten kennt, muss ja noch ein Weg gefunden werden die eigene...

Seismoid 04. Okt 2016

Man muss langsam wirklich mal darüber nachdenken, ob die "Sicherheit" die Linux...

Ford Prefect 04. Okt 2016

Selbst erkannt: Das ist das ideale Verhalten für die Malware, nicht erkannt zu werden...



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